[Rezension] Rixton Falls - Winter Renshaw

Rules (Rixton Falls - Band #02)

 

Verlag: LYX

Cover-Download Verlagsseite

Übersetzt von Sylvia Gleißner

Paperback mit 298 Seiten

Empfohlen ab 16 Jahren

ISBN: 978-3-7363-1464-1

Erschienen am 26.02.2021

Preis: € 12,90 (D)



Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen


Derek Rosewood ist ein guter Anwalt. Und ein guter Vater für seine Tochter Haven. Doch niemals wird er sich wieder auf eine Frau einlassen. Denn Drama hatte er für ein Leben genug. Doch dann taucht die smarte Serena auf und all seine Regeln könnte er sofort über Bord werfen.

Serena ist die Tochter eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Doch leider ist dieser inzwischen in einem betuchten Alter und leidet unter Demenz. Sehr zum Wohlfallen der neuen Stiefmutter, die sich nun Serenas Vermögen unter den Nagel reißen möchte. Dabei zieht sie alle Register. Nun gibt es nur noch Derek, der Serena vor einer weiteren Katastrophe bewahren kann. Doch dafür muss der Anwalt alles aufs Spiel setzen.

Schriftstellerin Winter Renshaw hat bereits im Auftaktband der Reihe „Rixton Falls“ bewiesen, dass sie es herrlich versteht, mit den Gefühlen ihrer Protagonisten zu spielen. Nachdem im Werk „Secrets“ bereits Demi und Royal ihr spätes Glück gefunden haben, gibt es nun eine Lovestory um Serena und Derek.

Vorweg möchte ich anmerken, dass es sich hierbei um eine in sich abgeschlossene Handlung handelt und der Roman vollkommen losgelöst vom Auftaktband gelesen und verschlungen werden darf.

In diesem Werk dreht sich alles um Serena und Derek, die abwechselnd die Erlebnisse aus der jeweiligen Perspektive schildern.

Serena ist weder schüchtern noch unbeholfen, obwohl sie zu Beginn der Geschichte eindeutig in diese Kategorie gesteckt wird. Sie ist forsch, unverblümt und leidenschaftlich. Mit ihren 25 Jahren hat sie schon einiges durchgemacht. Es fällt ihr schwer, Menschen zu vertrauen. Umso erstaunlicher ist es, dass sie Derek bereits nach wenigen Momenten ihr Herz öffnen kann. Ihm beginnt sie schnell zu vertrauen, weshalb er auch der Einzige ist, der ihr in der Not helfen kann.

Derek hat auch schon einiges durchgemacht. Nicht zuletzt eine unschöne Trennung von seiner Exfrau. Jetzt will er nur noch für den Moment leben, genießt die Wochenenden mit seiner Tochter und besucht regelmäßig seine Familie. Doch durch Serena werden seine Wünsche nach mehr geweckt. Obwohl er es niemals möchte, wird er weich und lässt sie in sein Herz.

Die Handlung beginnt hier sehr dramatisch und der Leser wird gleich ins tiefe Wasser geschupst. Serena, gefangen in dem riesigen Familienanwesen, kann einzig auf die Hilfe ihres neuen Anwalts Derek hoffen. Schnell wird deutlich, wie viel Drama und Tragik hinter der Geschichte um Serena stecken und wie groß ihre Angst ist. Winter Renshaw verdeutlicht durch ihre Worte lebendig, dass es der jungen Frau nicht gut geht und dass nur Derek ihr helfen kann. Dieses Verhalten prägt auch die ganze Geschichte, denn sie ist von ihm abhängig, obwohl er eigentlich niemanden an sich heranlassen möchte.

Die Autorin schreibt sehr flüssig und leidenschaftlich. Sie verdeutlicht ihre Ideen durch eine bildliche und ausdrucksstarke Sprache, nimmt selten ein Blatt vor den Mund und verdeutlicht ihre Ideen durch Leichtigkeit und Dramatik. Dem Leser fällt es jedenfalls leicht, der Handlung zu folgen und sich in die Erlebnisse hineinzuversetzen.


Nette Geschichte für Zwischendurch…

Mein persönliches Fazit:

Leider bin ich mit beiden Protagonisten überhaupt nicht warm geworden. Schade, denn Royal und Demis Geschichte aus dem ersten Band hatte mich so begeistert, dass ich unbedingt auch den zweiten Teil lesen musste. Doch in diesem Werk konnte mich kaum etwas wirklich fesseln.

Die Handlung wirkt aufgesetzt und mäßig realistisch, die beiden Hauptakteure sind übertrieben und wenig glaubhaft und die Dramatik zu gestelzt. Ne, es tut mir von Herzen leid, doch leider kann ich dem Werk nicht meine große Empfehlung aussprechen.

Natürlich sind Geschmäcker verschieden, weshalb ich mich auch wirklich durch das Buch durchgequält habe, doch bis zum Schluss konnte es mich einfach nicht mehr umstimmen. Vielmehr hat mich das Ende dann auch noch geärgert, denn auch das wirkte auf mich nicht stimmig und passend.

Die Schriftstellerin hat dennoch bewiesen, dass sie einen großartigen Schreibstil besitzt. Es ist wirklich einfach, sich die Ereignisse vorzustellen und der Handlung zu folgen. Dennoch bleibt zumindest bei mir das Gefühl zurück, dass mir hier das Besondere gefehlt hat.

Trotzdem freue ich mich schon auf den dritten Teil „Goals“, der bereits diesen Sommer erscheinen soll. Vielleicht wird das wieder mehr mein Fall sein. Die Daumen sind gedrückt!


Wenn ihr mehr über das Werk erfahren wollt,
dann besucht doch mal die Verlagsseite.
Ein Klick, der sich lohnt. Viel Freude.


Mein Dank geht an NetGalley,
die mich auf das Buch aufmerksam gemacht haben.

Das könnte auch interessant sein...

[Rezension] Tin Star - J.L. Langley

[Rezension] Montana Hope - Linda Lael Miller