[Rezension] Offline - Arno Strobel

Psychothriller


Quelle: Verlagsseite
FISCHER Taschenbuch
Klappenbroschur mit 368 Seiten
ISBN: 978-3-596-70394-4
Erschienen am 25.09.2019
Preis: € 14,99 (D)





Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen







Du wolltest nicht erreichbar sein.
Jetzt sitzt du in der Falle.

Einmal dem Alltag entfliehen und den digitalen Stress hinter sich lassen. Das dachte sich auch Jenny, die gemeinsam mit ihren Kollegen einen Trip in die Berge unternimmt. Doch was als Abenteuer beginnt, endet spätestens am folgenden Tag als Alptraum. Denn nicht nur, dass sie in der Einsamkeit, ohne Verbindung zur Außenwelt, eingeschneit sind, auch ein Kollege verschwindet plötzlich spurlos. Erst Stunden später, als sie ihn finden, stellen sie die brutalen Misshandlungen fest, denen er erlegen ist. Und die Gefahr ist noch nicht gebannt, denn einer von ihnen muss der Täter sein.

Schriftsteller Arno Strobel ist für seine atemberaubenden Thriller bekannt. Spätestens seit seinen Werken wir „Der Sarg“ oder „Die Flut“ ist er in aller Munde. Mit „Offline“ beschreibt er eine weitere Idee, die voller Horror und Schrecken ist.

Der Fokus dieses Thrillers liegt ganz eindeutig auf der Einsamkeit, die sich ohne den digitalen Touch einstellt. Denn mit einem Mal müssen alle Protagonisten erkennen, wie abhängig sie von ihren Mobiltelefonen bereits sind. Doch zuvor lernen wir erst einmal die Teilnehmer der Reise kennen.

Jenny ist die Chefin einer Programmierfirma und lebt damit praktisch online. Dieses Abenteuer ist für sie ein ganz besonderes Experiment, welches sie gemeinsam mit ihren drei Kollegen Anna, Thomas und Florian erleben möchte.
Neben den Vieren reihen sich auch noch das Ehepaar Matthias und Annika in die Offline-Tour ein. Begleitet werden sie von dem Finanzberater David, der mit seiner spröden, humorvollen Art oft aneckt. Die Gruppe wird von Johannes angeführt, der Nico und Ellen als Team bei sich hat. Im Hotel selbst sind die beiden Hausmeister Timo und Horst für die Gruppe verantwortlich.

Wer also genau aufgepasst hat, wird feststellen, dass wir hier einen großen Plot haben, der für ordentlich Aufregung sorgt, denn spätestens nach dem ersten Opfer wird klar, dass einer aus der Gruppe der Täter sein muss. Die Gefahr und die Dramatik wachsen von Stunde zu Stunde und der Leser kann sich ideal in die Handlung einfinden.
Arno Strobel hat eine fantastische Art und Weise die Szene lebendig werden zu lassen. Insbesondere durch die Abgeschiedenheit wird deutlich, wie ausweglos die Situation zu sein scheint. Herrlich spannend beschreibt der Autor die Erlebnisse der Protagonisten, wobei sein Hauptaugenmerk auf Jenny liegt, die den Leser praktisch durch die Erzählung führt.

Blutig, brutal und spannend
Ein beängstigender Thriller

Mein persönliches Fazit:
Das ist mein zweites Werk von Arno Strobel und ich muss ehrlich sagen, dass ich das Buch verschlungen habe. Obwohl die Geschichte selbst nicht unbedingt perfekt ist, habe ich mich herrlich unterhalten gefühlt. Die Ideen sind so lebendig und authentisch, dass ich mit Jenny mitgefiebert habe.
Natürlich ist die Szenerie, dass eine Gruppe eingeschneit und auf der Suche nach dem Täter eingesperrt ist, nicht neu. Doch Arno Strobel hat mit diesem Buch ein weiteres Mal bewiesen, dass er es wunderbar versteht, seine Leser in Angst und Schrecken zu versetzen. Sehr bildlich werden hier die grausamen Details beschrieben und die Sorgen der Charaktere geschürt. Auch wenn ich persönlich die Verbindung zum Offline-Modus hier nur bedingt gespürt habe, konnte mich das Buch dennoch überzeugen. Für mich ein eindeutiger Beweis, dass es sich absolut lohnt, einen Strobel-Thriller zu lesen. Von mir gibt es in jedem Fall eine ganz klare Leseempfehlung.


Wenn ihr mehr über das Buch erfahren wollt, dann besucht doch mal die Verlagsseite.
Ein Klick, der sich lohnt. Viel Freude.

Mein Dank geht an NetGalley, die mich auf das Werk aufmerksam gemacht haben.

Das könnte auch interessant sein...

Happy Birthday Leonard Peacock - Matthew Quick ****

[Rezension] POST MORTEM - Mark Roderick