[Rezension] In der Stille - Andrea Randall

Roman

    
Quelle: Amazon
Verlag: Cincinnatus Press
Verkauf: Amazon
Übersetzt von Dimitra Fleissner
Taschenbuch mit 396 Seiten
Erschienen am 30.07.2019
ISBN: 978-1632021380
Preis: € 11,99 (D)




Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen




Klappentext: Natalie ist Ehefrau. Natalie ist Mutter. Natalie ritzt. Um dem Leben zu entkommen, das sie so niemals geplant hatte, ritzt Natalie und krallt sich damit an eine Mauer aus Verbitterung, Reue und Schuld. In der Gegenwart zu leben ist nur möglich, wenn man die Vergangenheit hinter sich lässt. Aber was, wenn die Vergangenheit dich nicht gehen lässt?

Aus der Feder von Andrea Randall entspringt die Idee zu diesem sehr emotionalen und tragischen Werk „In der Stille“, das von Natalie handelt, die mit ihrem Leben nicht zufrieden ist.

Natalie ist die Hauptperson, die aus ihrem Blickwinkel die Geschehnisse darstellt und so den Leser hautnah in die Geschichte zieht.
Sie ist eine sympathische Person, die im Augenblick den Fokus für das Wichtige verloren hat, denn sie fühlt sich nicht wohl. Eigentlich hasst sie ihr Leben, so wie es im Moment ist. Sie wollte nie Kinder haben, trotzdem ist sie nun verheiratet und Mutter von Zwillingen. Sie fühlt sich von ihrem Mann im Stich gelassen, der kaum noch am Familienleben teilnimmt und sich stattdessen auf der Arbeit verkriecht. Um sich von den Problemen zu lösen, sucht Natalie regelmäßig den Schmerz im Ritzen. Das hat sie früher schon gemacht, nun scheint sie darin erneut Zufriedenheit zu verspüren.

Die Geschichte spielt sich sehr tragisch und deprimierend ab. Da Natalie unglücklich ist, wirkt auch die Stimmung der Handlung sehr düster und traurig. Natalies Gefühle und ihre Erlebnisse aus der Vergangenheit bilden den eigentlichen Aufbau der Erzählung, die für ein Wechselbad an Emotionen sorgt. Doch wirklich Spannung baut sich nicht auf, vielmehr plätschert die Handlung so vor sich hin und weckt eher weniger den Wunsch nach mehr.

Leider hat es mich nicht überzeugt!

Mein persönliches Fazit:
Zum Glück sind Geschmäcker verschieden, denn meinen hat Andrea Randall leider nicht erreicht. Mir fiel es unglaublich schwer zu Natalie einen Bezug aufzubauen, denn ich konnte mich in ihre Person kaum hineinversetzen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich „Ritzen“ nicht nachvollziehen kann und es für mich auch nie ein Thema war. Jedenfalls hat mich das Buch nicht wirklich gefangen genommen. Zwar war die Idee mit der verzweifelten Hausfrau, die eigentlich lieber ihre Vergangenheit wiederaufleben lassen wollte, gut umgesetzt, doch auch hier habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wenn sie doch so unglücklich ist, warum ändert sie nichts daran. Keiner sollte gezwungen sein, unglücklich in einer Partnerschaft bleiben zu müssen.

Die Handlung selbst ist deshalb auch die ganze Zeit über unglaublich melancholisch und düster. Ich hätte mir viel eher eine etwas positiver Entwicklung gewünscht, die mich mitreißt und begeistert. Doch irgendwie ist es Andrea Randall nicht ganz gelungen. Trotzdem ist das Werk nicht schlecht. Wer selbst mit ähnlichen Themen konfrontiert worden ist, wird sich hier sicher sehr wohlfühlen. Die Autorin bringt die Erlebnisse der jungen Frau sehr lebendig und emotional aufs Papier, weshalb alles authentisch und glaubwürdig erscheint. Deshalb kann ich auch gerne eine Empfehlung aussprechen, obwohl mich die Geschichte nicht besonders angesprochen hat. Vielen Dank.

Wenn ihr mehr über das Buch erfahren wollt, dann schaut doch mal bei Amazon vorbei.
Vielen Freude.

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