[Rezension] Chasing Sunrise - E.M. Tippetts

Morgendämmerung


Quelle: Amazon-Verkaufsseite
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Übersetzt von Michael Drecker
ASIN: B07Q2K5QH4
Kindle-eBook mit ca. 257 Seiten
Erschienen am 28.03.2019
Preis: € 0,99 (D)




Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen





Liana muss im Augenblick eine Menge Dinge durchmachen. Nicht nur, dass erst vor wenigen Wochen ihr Vater verstorben und sie nun Vollwaise ist, sie muss auch noch mit dem Umzug in die Stadt Taos klar kommen, die so ganz anders ist, als ihre Heimatstadt New York. Dort lebt sie nun bei ihrer verschrobenen Tante Cassie, die keine Ahnung von der Erziehung eines Teenagers hat. Zudem wurde Liana kurz vor ihrer Abreise nach Taos auch noch von einem Vampir gebissen. Zumindest behauptete Evan das, als er von ihrem Blut trank. Nun verändert sich ihr Körper und auch sie wird auch sonnenempfindlich. Kann es sein, dass sie auch langsam zu einem Vampir wird? Und dann gibt es dort noch diesen Jungen, der behauptet, sie töten zu wollen, falls sie sich verwandelt. Auf Liana kommen aufregende Zeiten zu.

Aus der Feder von E.M.Tippetts entspringt die Idee zu „Chasing Sunrise“, das mit dem Teil „Morgendämmerung“ einen interessanten und unterhaltsamen Start hinlegt.

Gleich zu Beginn fällt bereits auf, dass die Schriftstellerin sich viel Mühe gegeben hat, Liana komplex und authentisch erscheinen zu lassen. Sie ist die Hauptfigur dieser Erzählung und ihre Erlebnisse bilden den roten Faden in der Handlung.
Liana ist ein sympathisches, junges Mädchen, das gerade viele Schicksalsschläge hat hinnehmen müssen. Nicht nur der Verlust des Vaters, auch der Umzug nach Taos und der Gedanke an eine mögliche Vampirverwandlung, bringen sie mächtig durcheinander. Glücklicherweise erhält sie schnell Unterstützung von zwei neuen Freundinnen, die sie durch die schwere Zeit begleiten. Auch der Junge, der sie eigentlich jagen sollte, bietet ihr seine Hilfe an. Während die Geschichte voranschreitet, bemerkt der Leser auch langsam die Veränderungen bei Liana, die für ordentlich Dramatik und Aufregung sorgen. Deshalb fällt es auch leicht, sich auf ihre Sorgen einzulassen und um die smarte Liana zu bangen.

Emily Tippetts hat zudem eine spannende Hintergrundgeschichte kreiert, die für zusätzlichen Zündstoff innerhalb der Erzählung sorgt. So wirkt das ganze Werk wesentlich umfangreicher und ausgeklügelter. Viele verschiedene Stränge werden zusammengefügt und gipfeln in einem schlüssigen Finale, das einen kleinen Cliffhanger beinhaltet und so die Vorfreude auf den nächsten Band schürt.

Obwohl die Handlung sehr umfangreich ist, hat die Autorin es dennoch herrlich geschafft, alle Szenen wunderbar lebendig zu gestaltet. Der Leser kann sich entspannt zurücklehnen und sich alle Erlebnisse hautnah vorstellen und sich ganz auf die Erzählung einlassen. Obwohl es hier um eine Fantasy-Geschichte dreht, eignet es sich auch wunderbar für Freunde von Jugendbüchern, denn die Vampir-Sequenzen bilden nicht unbedingt das Hauptaugenmerk. Vielmehr geht es hier um ein junges Mädchen, das sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden und den Tod ihres Vaters bewältigen muss.


Ein gelungener Auftakt -
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Mein persönliches Fazit:
„Chasing Sunrise“ ist mein erstes Werk von der Autorin und was soll ich sagen? Es hat mir sehr gut gefallen. Die Ideen, die Umsetzung und auch die Charaktere haben mir zugesagt und ich fühlte mich durch die Geschichte wunderbar unterhalten.
Gerade ein Auftakt ist immer etwas schwierig, denn dort müssen erst alle Aspekte erklärt und die Protagonisten, sowie die Kulisse, vorgestellt werden. Das ist Emily Tippetts sehr gut gelungen, denn ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Zudem hat sie durch die junge Liana eine tolle Figur erschaffen, die mich berührt hat. Von Beginn an habe ich mitgefiebert und mit ihr gebangt. Mein einziges Manko liegt in der hohen Seitenanzahl der Geschichte. Meiner Meinung nach hat die Schriftstellerin ein paar Szenen etwas zu stark ausgeschmückt, was gar nicht nötig gewesen wäre, denn durch die starken Charaktere, die mysteriöse Handlung und den modernen Erzählstil hätte mich diese Story auch auf weniger Seiten absolut begeistert und mitgerissen. Trotzdem bleibt mein Gesamteindruck sehr positiv, weshalb ich das Buch gerne weiterempfehlen werde.

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