[Rezension] The Walking Dead - Robert Kirkman & Jay Bonansinga

Der Anfang (Doppelband-Ausgabe)

Quelle: Verlagsseite
Verlag: Heyne
Übersetz von Wally Anker
Taschenbuch mit 864 Seiten
ISBN: 978-3-453-31948-6
Erschienen am 11.06.2018
Preis: € 14,99 (D)




Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen




Kurz nach Ausbruch der Seuche, die Menschen in willenlose Zombies verwandelt, macht sich Philip Blake gemeinsam mit seiner Tochter Penny, seinem Bruder Brian und seinen beiden besten Freunden auf den Weg nach Atlanta. Dort soll es Hilfszentren und Lager geben. Doch schon der Weg nach Atlanta gestaltet sich schwierig. Immer wieder geraten sie in heikle Situationen und ein Freund verliert schon bald sein Leben. Doch auch nach ihrer Ankunft müssen sie feststellen, dass Atlanta nichts mehr zu bieten hat. Die Stadt ist verloren, überall sind nur noch Zombies, die es auf sie abgesehen haben. Philip bemüht sich, seine Familie zu schützen und ist bereit, alles zu geben.

Mit dem Werk „Der Anfang“ wird ein neues Kapitel in der „The Walking Dead“ Geschichte aufgeschlagen, denn endlich lernen wir mehr über den Gouverneur von Woodbury kennen, der sich so vehement mit Rick Grimes und seinen Freunden angelegt hat.

Diese Sonderausgabe beinhaltet gleich zwei Bände der Reihe. Zum einen „Der Anfang“, der sich mit dem Werdegang des Gouverneurs beschäftigt, zum zweiten der Band „Der Weg nach Woodbury“, der die Weiterentwicklung demonstriert.

Ohne zu stark in die einzelnen Handlungsstränge einzutauchen, sollte allen Lesern bewusst sein, dass es besser ist, die Bücher in richtiger Reihenfolge zu lesen. So ist es wesentlich einfacher, die Zusammenhänge zu erfassen und sich ganz auf die Erzählung einzulassen.

Auch ohne Vorkenntnisse der TV-Serie oder den Comics kann ein begeisterter Leser hier einsteigen, denn „Der Anfang“ beschreibt die Erlebnisse von Beginn an und verdeutlicht durch die Augen von Brian und Philip die Geschehnisse. So ist es einfach, sich alles vorzustellen und sich ganz auf die Worte einzulassen.

Wer die Serie oder die Comics nicht kennt, muss sich vor dem Lesen bewusst sein, dass diese Romane äußerst blutig und brutal sind. Robert Kirkman und Jay Bonansinga nehmen kein Blatt vor den Mund und lassen die Kulisse bildlich und lebendig erscheinen. Viele grausame Szenen werden herrlich umschrieben und lassen kaum Platz für Phantasie. Sehr detailliert kann sich der Leser in die Handlung hineinversetzen und sich die Zombies vorstellen.

Doch nicht nur die gruseligen Monster, die liebevoll „Beißer“ genannt werden, lassen die Erlebnisse düster und finster erscheinen.
Genauso wie bereits in der Serie muss der Leser hier auch mit menschlichen Schicksalsschlägen umgehen. Außerdem verändert diese Katastrophe jede Persönlichkeit, so ist nicht unbedingt jeder gut oder schlecht. Alle müssen über sich hinauswachsen und sich auch mit schlimmen Dinge beschäftigen. Das prägt sie und macht sie mutiger, unberechenbarer und brutaler. Es gibt immer mehr Psychopathen, die es genießen. Genauso gibt es Menschen, die an der Situation kaputt gehen und die innerlich zerbrechen. Dem Autorenduo ist es hervorragend gelungen, diese Diskrepanz einzufangen und lebendig umzusetzen.

Brutal, lebendig und mitreißend!

Mein persönliches Fazit: 
Ich bin ein bekennender „The Walking Dead“- Fan und habe alle Folgen dieser Serie mit Leidenschaft verschlungen. Deshalb musste ich auch unbedingt dieses Buch lesen, denn meine Neugierde war nach dem Erscheinen sofort geweckt.
Natürlich erinnere ich mich an den Gouverneur, der in der vierten Staffel der Serie Rick Grimes und seine Freunde in die Enge getrieben hat. Ich erinnere mich an den unheimlichen Mann, der im Keller von Woodbury ein grausames Geheimnis bewahrte.
Doch nun war es für mich ein unglaubliches Vergnügen seinen Werdegang zu lesen. Wie ist dieser Mann zu dem Gouverneur geworden. Was hat ihn geprägt, welche Taten haben ihn zu seinem Handeln verleitet?

Außerdem war es für mich interessant zu erfahren, wie seine Vorgeschichte ist und dass auch er nicht nur schlecht und böse ist. Jedes Erlebnis hat ihn reifen lassen und so wurde er zu dem großen Gouverneur, der Woodbury vorsteht und leitet. Aber Achtung! Hierzu möchte ich nicht zu viel erzählen, denn der Überraschungseffekt würde sonst verloren gehen… 

Deshalb kann ich das Buch allen Freunden von Horror-Geschichten und den TWD-Fans nur ans Herz legen. Es ist schockierend blutig und absolut mitreißend! Ich kann dem Werk bedenkenlos meine vollste Leseempfehlung aussprechen.

Wenn ihr mehr über das Buch erfahren wollt, dann besucht doch mal die Verlagsseite.
Ein Klick, der sich lohnt. Viel Freude.

Mein Dank geht an den Heyne-Verlag,
der mir ein Belegexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Vielen Dank :)

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