[Rezension] Selbstrufmord - Martin Tietjen

Roman


Quelle: Verlagsseite
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Taschenbuch mit 336 Seiten
ISBN: 978-3-596-29947-8
Erschienen am 23.05.2018
Preis: € 9,99 (D) 





Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen






Geschichten, die man eigentlich nicht erzählen sollte

Martin Tietjens Weg zum großen Ruhm ist weit, und wird vermutlich auch noch lange dauern. In jedem Fall erzählt er in diesem Buch ein paar sehr unterhaltsame Anekdoten über sein Leben, seine Jugend und seinen beruflichen Werdegang.

Bei diesem Buch fällt es mir schwer eine kurze Inhaltsangabe zu schreiben, denn es beschreibt das Heranwachsen des Martin Tietjen, in dem er ohne Umschweife auch ein paar Fehltritte, Fehlentscheidungen und Demütigungen zugibt. Doch zeitgleich verdeutlicht er auch, dass das Leben kein Ponyhof ist und nicht alles nach Schema F verläuft.

Bisher ist Martin Tietjen für mich ein unbekannter Moderator gewesen, doch durch die Werbung bin ich auf das Buch und den sympathischen Menschen aufmerksam geworden. Dieses Urteil wurde dann durch seine Worte unterstrichen, denn Martin Tietjen hat eine herrlich, lockere Art und Weise, seine Geschichten zu präsentieren.

In diesem Werk geht es um kleine Auszüge, die alle ergreifend und erfrischend erzählt werden. Es fällt leicht, sich auf die Geschehnisse einzulassen und sich alles lebendig vorzustellen, denn der Autor beschreibt auch seine Misserfolge und macht klar, dass nicht immer alles nur gut wird. Auch Scheitern gehört zum Leben, manche stärker, mache schwächer. Doch insgesamt macht genau diese Mischung aus Fremdschämen, herzhaftes Lachen und Mitfiebern den Reiz aus, das Buch weiterlesen zu wollen.

Mein persönliches Fazit:
Ich bin sehr glücklich, dass ich das Buch gelesen habe, denn selten habe ich über authentische Anekdoten so Schmunzeln können. Hier werden ganz normale Probleme mit den Eltern beschrieben, es wird über den ersten Auszug von zu Hause berichtet und das erste Mal. Martin Tietjen hat mich lebendig und bildlich amüsiert und ich konnte mir die Szenen wunderbar vorstellen.
Leider kannte ich den Moderator tatsächlich weder aus Funk- noch Fernsehen, doch das ist ab sofort vorbei. Ab jetzt hat er einen ganz neuen Stellenwert erreicht, der mich positiv stimmt und ihn in guter Erinnerung aus der Handlung entlässt.

Ob er mit dem Werk nun tatsächlich „Selbstrufmord“ begangen hat, kann ich nicht sagen, denn meiner Meinung nach sollten viel mehr Menschen auch die negativen Dinge beschreiben und nicht immer alles nur rosa-rot betrachten. Auch das Scheitern gehört zum Leben dazu. Herr Tietjen hat das perfekt dargestellt und sich damit einen gewinnenden Namen gemacht.
Meine Empfehlung gibt es in jedem Fall und ich würde mich freuen, wenn ich noch mehr über den sympathischen Moderator lesen dürfte. Also bitte ja – ich möchte gerne noch ein weiteres Buch über das Leben des Martin Tietjen lesen.

Wenn ihr mehr über das Buch erfahren wollt, dann besucht doch mal die Verlagsseite.
Ein Klick, der sich lohnt. Viel Freude.

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