[Rezension] Im Visier - Lee Child

Ein Jack-Reacher-Roman (Band #19)

Quelle: Verlagsseite
Verlag: Blanvalet
Übersetzt von Wulf Bergner 
Gebundenes Buch mit 416 Seiten
ISBN: 978-3-7645-0636-0
Erschienen:  25.06.2018
Preis: € 20,00 (D)




Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen





Als Jack Reacher in einer Armee-Zeitung einen Aufruf liest, meldet er sich bei dem Auftraggeber. Dieser hat eine besondere Aufgabe für Reacher, denn es hat auf den französischen Präsidenten einen Anschlag durch einen Scharfschützen gegeben. Reacher soll nun den Scharfschützen ausfindig machen, der vermutlich ein ehemaliger Soldat ist, den Reacher vor 16 Jahren ins Gefängnis gebracht hat. Dabei erhält er Unterstützung von einer CIA-Agentin, die noch grün hinter den Ohren ist. Kann Reacher den Täter aufspüren oder ist er selbst im Visier des Attentäters?

Der Schriftsteller Lee Child hat Jack Reacher zu einer Legende gemacht. Mit dem Werk „Im Visier“ erzählt er das bereits 19. Abenteuer des ehemaligen Militär-Polizisten. Die Bücher beinhalten allerdings alle eine in sich abgeschlossene Handlung, weshalb jeder Band auch unabhängig von den anderen Werken gelesen werden kann.

Jack Reacher ist der Held dieser Erzählung, seine Figur ist der Dreh- und Angelpunkt in der Handlung. Seine Gedankengänge beschreiben die teilweise spannenden, aber auch taktischen Ideen des Autors, weshalb es selten langweilig wird. Stets hat Lee Child ein paar Anekdoten parat, die den Leser begeistern und den Charakter Jack Reacher verdeutlichen.

Wer nicht auf den verbrauchten Militär-Polizisten-Typen steht, sollte hier wohl die Finger von lassen, denn Jack Reacher ist eine Person, die der Leser entweder liebt oder hasst.
Er ist charismatisch, authentisch und etwas geheimnisvoll. Seine früheren Erlebnisse tauchen immer wieder auf und beleben die Handlung durch aufregende Gedankensprünge und ein wenig Wortwitz.

Die Handlung selbst ist wie gewöhnlich strukturiert und gut durchdacht aufgebaut worden. Nichts wird dem Zufall überlassen und Jack Reacher erkennt die meisten Dinge bereits, bevor der Leser es auch nur erahnt. Dadurch wird ein guter Spannungsbogen erzeugt, der mitreißt und an die Seiten fesselt. Ansonsten bietet das Buch durchweg gute Ideen, die für Aufregung und Dramatik sorgen.

Ein schwacher Jack Reacher!

Mein persönliches Fazit:
Ich bin ein großer Jack Reacher-Fan, weshalb es mir auch so schwerfällt, das zu zugeben. Doch leider hat mich das Werk nicht ganz überzeugt. Es ist um Längen nicht so gut wie seine Vorgänger. Vielleicht liegt es an der Zusammenarbeit mit den anderen Geheimdiensten, vielleicht auch an den zusätzlichen Charakteren, die das Werk für mich eher mittelmäßig wirken ließ. Hier fehlte einfach das Besondere. Wenn mir auch die Agentin gut gefiel, passte es nicht ganz zusammen. Die Dynamik hat mich nicht mitgerissen, sondern während des Lesens eher ermüdet.
Manchmal hingegen hat mich die Erzählung auch begeistert, weshalb ich mich dann gut und lebendig unterhalten gefühlt habe. Besonders der bildliche Erzählstil machen es einfach, sich auf die Erlebnisse Jack Reachers einzulassen. Zusätzlich ist die Figur inzwischen Kult, weshalb ich seine Abenteuer auf jeden Fall weiterverfolgen werde. Doch insgeheim hoffe ich doch, dass der nächste Band wieder etwas spannender und seinem Charakter entsprechend passender wird.

Wenn ihr mehr über das Buch erfahren wollt, dann besucht doch mal die Verlagsseite.
Ein Klick, der sich lohnt. Viel Freude.

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