[Rezension] Küss niemals einen Herzensbrecher - Chris Cannon

Jugendroman


Quelle: Verlagsseite
Verlag: Ravensburger
Taschenbuch mit 320 Seiten
ISBN: 978-3-473-58436-9
Empfohlen ab 12 Jahren
Preis: € 9,99 (D)





Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen





Sie stammen aus zwei vollkommen verschiedenen Welten. Haley Patterson ist ein Mauerblümchen und Einserschülerin. Wird behütet von ihren beiden älteren Zwillingsbrüdern, die jeden Jungen, der ihr zu nah kommt, die Grenzen aufweisen. Bryce Colton hingegen entspringt einer reichen Familie und kennt keine Grenzen. Ständig wechselnde Freundinnen und der Star an der Highschool. Doch durch eine Verwechslung bekommt Haley die Möglichkeit, ihr Image aufzupolieren. Nur muss dafür Bryce für ein paar Wochen ihren Freund spielen. Das klingt alles ganz einfach, wären dort bloß nicht die Gefühle im Spiel…

Die amerikanische Autorin Chris Cannon erweckt in ihrem Werk „Küss niemals einen Herzensbrecher“ die beiden Protagonisten Bryce und Haley zum Leben. Abwechselnd erzählen sie aus der jeweiligen Perspektive ihre Erlebnisse und lassen so den Leser hautnah am Geschehen teilhaben.

Im Vordergrund der Geschichte geht es um Haley, die gerne ihr Image als Mauerblümchen aufputschen möchten. Sie will nicht mehr länger unter ihren Brüdern leiden, sondern auch mal einen Freund haben. Um sich diesen Status zu sichern, benutzt sie Bryce, der sich in einer Misere befindet. Haley erpresst ihn praktisch, doch Bryce kann schnell auch seine Vorteile aus der Partnerschaft ziehen.

Was zunächst als harmloses Liebesgeplänkel startet, entpuppt sich schnell als tiefgründiger Roman, denn ein großer Part der Erzählung beschäftigt sich mit der Klassengesellschaft. Haleys Familie leitet ein Gartenunternehmen. Doch damit sind sie bloß Dienstleister und nicht genug für Bryce gehobenen Standard. Obwohl Bryce sich ein ähnlich unkompliziertes Leben wie Haley wünscht, wird er von seinem Vater massiv unter Druck gesetzt. Die Beziehung zwischen den beiden ruht also auf keiner sicheren Basis.

Die Handlung selbst ist überschaubar aufgebaut, dabei strukturiert und nachvollziehbar gestaltet worden. Doch leider wird hier alles sehr schnell erzählt und dem Leser kaum die Chance gelassen, selbst Schlüsse zu ziehen. Autorin Chris Cannon legt ein enormes Tempo vor, das gerade zu Beginn ein wenig anstrengend wirkt. Doch wer sich an diesen raschen Erzählstil nicht stört, wird sich hier schnell zu Hause fühlen.

Ein Roman für junge Mädchen…

Mein persönliches Fazit:
Ich selbst lese gerne Jugendbücher, wenn ich auch schon aus dem entsprechenden Alter herausgewachsen bin. Meistens sind diese Bücher extrem spannend, emotional und rührend, weshalb ich mich dem kaum entziehen kann. Doch bei diesem Buch hat mich das Lesefieber nicht wirklich erreicht. Die Geschichte ist mir zu flach und zu schnell erzählt worden. Die großen Gefühle werden kaum zu Papier gebracht, alles wird schnell abgehakt und erzählt. Mir fehlen die aufregenden Momente, die aus diesem Buch etwas Besonderes machen. Natürlich ist meine Meinung nur subjektiv, deshalb möchte ich es auch nicht schlechtmachen, denn für junge Mädchen dürfte das genau das richtige Werk für ruhige Leseabende sein.

Wenn ihr mehr über das Buch erfahren wollt, dann besucht doch mal
die Verlagsseite. Ein Klick, der sich lohnt. Viel Freude.

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