[Rezension] After the Game - Glines, Abbi

Riley & Brady

Quelle: Verlagsseite
Verlag: Piper Verlag
Übersetzt von: Heidi Lichtblau
Taschenbuch mit 320 Seiten
ISBN: 978-3-492-30980-6
Erschienen am 12.01.2018
Preis: € 10,00 (D)




Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen



Als die 17-jährige Riley nach Lawton zurückkommt, bringt sie damit viel Unruhe in die Kleinstadt, schließlich gab es vor über zwei Jahren ein großes Theater. Sie wurde damals von Rhett Lawton vergewaltigt, doch niemand glaubte ihr. Stattdessen wurde die damals erst 15-jährige aus der Stadt verbannt. Heute ist sie zurück, gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter, stärker als je zuvor.

Brady Higgins ist ein guter Junge, doch auch er hat damals Rhett geglaubt und an Rileys Geschichte gezweifelt. Doch nun sieht es anders aus. Seit er weiß, wie Rhett wirklich ist, betrachtet er Rileys Geschichte aus einer anderen Perspektive. Jetzt will er sich auch mit ihr anfreunden und für sie und ihre Tochter da sein. Aber wird Riley sich so einfach auf eine Freundschaft mit ihm einlassen? Schließlich fällt es ihr sehr schwer, Vertrauen aufzubauen.

„Riley & Brady – After the Game“ ist der dritte Teil einer Romanreihe aus der Feder von Abbi Glines. Sie erzählt nun die zarte Liebesgeschichte von Riley und Brady, nachdem sie in den ersten beiden Bänden bereits Maggie & West und Willa & Gunner verkuppelt hat.

Abbi Glines ist eine sehr bekannte Autorin, die bereits zahlreiche Romane in diesem Genre geschrieben hat. Dabei fällt dem Leser schnell auf, dass sie stets versucht, einen Balanceakt zwischen Tragik und Romantik zu kreieren.

Vordergründig geht es in diesem Drama um die Leidensgeschichte von Riley, die vergewaltigt worden ist. In der Stadt schenkte ihr damals niemand Glauben und so ist sie mit samt Familie fortgezogen. Doch nun ist sie zurück, kümmert sich um ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter und ihre kleine Tochter Bryony. Sie ist mutig und stolz, obwohl sie von ihren Freunden so verletzt worden ist. Heute vertraut sie kaum noch jemanden und es dauert lange, bis Brady eine gewisse Freundschaft aufbauen kann.

Doch neben dieser Romanze und Rileys Sorgen gibt es auch noch einen zweiten tragischen Ansatz. Bradys Familie hat große Probleme, die alles zerstören könnten. Damit hat Abbi Glines gleich zwei Themen aufgegriffen und diese gut in Szene gesetzt.

Die Handlung selbst baut sich gut und strukturiert auf. Auch für Neueinsteiger in diese Reihe fällt es leicht, einen schnellen Bezug zur Geschichte und den Protagonisten aufzubauen. Außerdem werden immer wieder kleine Erinnerungen eingefügt, die für Erklärungen aus den vorherigen Teilen sorgen. So kann jeder begreifen, worum es hier geht und die Zusammenhänge erfassen.

Nette Geschichte, leider etwas zu einfach gestaltet…

Mein persönliches Fazit:
Irgendwie hatte ich mir von der Handlung etwas mehr Tiefgang versprochen, doch das hat die Autorin nicht überzeugend rüber gebracht. Natürlich ist die ganze Thematik unglaublich traurig und tragisch, doch insgesamt fehlen die großen Emotionen. Es wirkt etwas stumpf und zu leicht erzählt. Manche Szenen sind einfach zu schnell abgewickelt worden, weshalb ich mich nur schwer auf die Erlebnisse einlassen konnte. Vielmehr habe ich mir immer gewünscht, dass nun der AHA!-Effekt einsetzt, doch das blieb leider aus. Die Charaktere sind mir zu farblos geblieben und die Erzählung selbst zu ausdruckslos. Hier fehlte der gewisse Kick, der aus der Handlung etwas Besonderes macht. Trotz allem lohnt sich das Buch zu lesen, nur sollten keine allzu großen Erwartungen gestellt werden.

Wenn ihr mehr über das Buch erfahren wollt, dann besucht doch mal die Verlagsseite.
Ein Klick, der sich lohnt.

Mein Dank geht auch an Netgalley, die mich auf das Buch aufmerksam gemacht haben. Vielen Dank.

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