[Rezension] Ach wie gut, dass niemand weiß... - Alexa Hennig von Lange

Jugendbuch


Verlag: cbt
Klappenbroschur mit 400 Seiten
ISBN: 978-3-570-16284-2
Preis: € 14,99 (D)
Erschienen: 29.04.2014




Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen




Sina muss gerade erst ihre Trennung von ihrem Dauerfreund Jean verarbeiten, als sie unvorbereitet den smarten Noah kennen lernt. Doch im Gegensatz zu Jean, der aus gutem Hause und mit viel Geld stammt, gehört Noah zu den Kids jenseits der Brücke, dem Ort, der von Gewalt und Grausamkeiten lebt. Als Noah Sina bei einem Überfall rettet, gewinnt er sofort ihr Herz. Gegen die Vernunft und das Wissen ihrer Eltern trifft sie sich heimlich mit ihm. Dabei weiß sie nicht, wie gefährlich ihre neue Bekanntschaft zu Noah tatsächlich ist. Denn ganz schnell steckt sie mitten in einem Kampf um Leben und Tod.

„Ach wie gut, dass niemand weiß…“ ist ein Jugendbuch aus der Feder von Autorin Alexa Hennig von Lange. In diesem Werk erweckt sie die beiden Protagonisten Noah und Sind zum Leben.

Bei diesem Cover hat sich der Verlag sehr viel Mühe gegeben, denn es fällt wirklich schwer, es zu übersehen und einfach daran vorbei zu gehen. Viel zu auffällig gestaltet sich dieses zarte Band zwischen den beiden Liebenden, die einen hervorragenden ersten Einblick auf den Inhalt gewähren.

Ganz im Fokus der Geschichte steht die 17-jährige Sina, die aus ihrer Sicht die Erlebnisse schildert. Obwohl sie Noah nicht näher kennt, vertraut sie ihm vom ersten Augenblick an. Sie ist eine sympathische Person, die zwischen den Stühlen sitzt und versucht, es allen recht zu machen. Sie möchte ihre Freunde und ihre Eltern nicht verärgern oder enttäuschen, sie möchte aber auch den Jungen treffen, in den sie sich verliebt hat.
Noah ist ein interessanter Charakter, über den es nur ganz langsam immer mehr Informationen gibt. Er wirkt aber ehrlich und authentisch. In jedem Fall ist er ein guter Partner an Sinas Seite.

Die Handlung baut sich recht schnell und zügig auf. Es wird nicht lange um die Details herumlamentiert, sondern die wahren Beweggründe kommen schnell aufs Trapez. Es ist spannend, und aufregend beschrieben, wodurch sich das Buch einfach und rasch lesen lässt.

Die Geschichte wurde nett gestaltet und gut ausgeschmückt. Natürlich handelt es sich bei diesem Buch um einen Jugendroman, doch an der ein oder anderen Stelle hätte die Autorin es ruhig etwas emotionaler angehen können. Die Trennung vom Ex und das ewig hin und her nervt ein wenig. Schließlich hat er sie betrogen, wofür es keine Entschuldigung gibt. Warum muss sie sich also mit seinen Gefühlen auseinandersetzen. Hier fehlte mir ein wenig die Glaubwürdigkeit.


Nette Geschichte für Zwischendurch

Mein persönliches Fazit:
Das Buch hat mich gut unterhalten, wenn es mich auch an der ein oder anderen Stelle nicht richtig ergreifen konnte. So zum Beispiel die großen Gefühle zwischen Noah und Sina, die mich einfach nicht erreichten. Auch das ewige Geplänkel zwischen Sina und Jean nervte mich ein wenig. Hier hätte ich mir eine Protagonistin gewünscht, die weiß, was sie will. Ansonsten ist die Geschichte nett und fesselnd gestaltet. Noah hat mir dabei am besten gefallen, denn seine Person wirkt aufrichtig. Deshalb gibt es von mir nur eine kleine Leseempfehlung, denn es hat nicht auf ganzer Linie gepunktet.


Weitere Informationen über das Buch erhaltet ihr auch auf der Verlagsseite.

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