[Rezension] Das Glück hat vier Farben - Lisa Moore

Jugendbuch


Quelle: Verlagsseite
Verlag: FISCHER Sauerländer
Übersetzt von Maren Illinger
Hardcover mit 368 Seiten
ISBN: 978-3-7373-5480-6
Erschienen am 27.04.2017
Empfohlen ab 14 Jahren
Preis: € 16,99 (D)




Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen



Seit sie denken kann, ist Flannery Mallone in Tyrone verliebt, doch irgendwann hat sich Tyrone verändert, während Flannery noch immer das brave Mädchen ist, dass sich um ihren kleinen Bruder kümmert und ihrer Mutter Miranda hilft, den Haushalt zu schmeißen. Dabei möchte sie so gerne Tyrones Freundin sein, doch dieser hat sich zu einem Rebellen entwickelt und lässt sich kaum noch in der Schule blicken. Er ist ein Graffiti-Sprayer und besitzt ein eigenes Motorrad, mit dem er haufenweise Mädchen aufreißt. Sehr zu Flannerys Verdruss. Als dann auch noch Flannerys beste Freundin Amber mit Gary Bowen, einem Sänger, zusammenkommt, passt so gar nichts mehr in ihren Alltag. Jetzt muss sie erkennen, wie schwer es ist, mit 16 Jahren den Balanceakt zwischen Freundschaft, Liebe und Respekt zu bewältigen.

Herzlich, authentisch und ehrlich, so lässt sich das Werk am besten beschreiben, denn Autorin Lisa Moore erweckt durch ihre Worte die junge Flannery zum Leben und lässt ihre Welt farbenfroh und glaubwürdig entstehen.


Wie sieht sich Flannery selbst:
(Zitat aus "Das Glück hat vier Farben)

Name: Flannery Mallone
Wie ich aussehe:
1)  Sommersprossen (Gebranntes Siena)
2)  Helle Haut (Silber)
3)  Grüne Augen (Seegrün) …
4)  … mit kleinen braunen Sprenkeln (Rohes Siena)
5)  Schlaffe, schnurgerade orangefarbene Haare bis zu den Schultern (Sonnenglanz)
6)  1,70 auf Zehenspitzen
7)  Dünn, bis auf die Brüste, die ich glaube, das kann man so sagen, dick sind

Im Fokus des Geschehens steht die junge, sympathische Flannery, die das Herz am rechten Fleck hat. Obwohl sie aus einer sozialschwachen Familie stammt und ihre Mutter arbeitslos und alleinerziehend ist, schafft sie es dennoch, stets die richtigen Entscheidungen zu treffen. Für ihre 16 Jahre ist Flannery zwar noch etwas naiv, doch dafür bereits verantwortungsbewusst und fürsorglich. Für ihren kleinen Bruder Felix gibt sie alles und für ihre Freunde würde sie durchs Feuer gehen.

Natürlich stehen die großen Gefühle hier im Mittelpunkt, schließlich befindet sich die Protagonistin an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Die Schriftstellerin hat es herrlich geschafft, die großen und kleinen Emotionen einzufangen und Flannery lebendig erscheinen zu lassen.
Zusätzlich hat Lisa Moore es wunderbar geschafft, Flannerys Vergangenheit mit der Gegenwart in Einklang zu bringen. Sie erzeugt durch ihre Worte eine glaubhafte Kulisse und baut die junge Protagonistin facettenreich auf. Es fällt also sehr leicht, sich auf die Erzählung einzulassen.   


Ein Chaos der Gefühle, das mächtig unter die Haut geht.

Mein persönliches Fazit:
Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und innerhalb weniger Stunden habe ich die Geschichte vollständig verschlungen. Besonders schön ist es mitzuerleben, wie Flannery mit jedem Schicksalsschlag noch erwachsener und mutiger wird. Sie lässt sich trotz diverser Rückschläge nicht entmutigen und findet ihren eigenen Weg, der mich absolut überzeugt hat. Sie ist mir von Anfang an sympathisch und herzlich erschienen und ich habe mit ihr gebangt, gehofft und gefreut.
„Das Glück hat vier Farben“ gehört definitiv mit zu den positiven Werken, die für gute Laune sorgen, aber auch zum Nachdenken animieren. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

Wenn ihr mehr über das Werk erfahren wollt, dann schaut doch mal
auf der Verlagsseite vorbei. Es lohnt sich! Viel Freude.

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