[Rezension] Heimkehr - L.A. Witt

Roman


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Taschenbuch mit 256 Seiten
Verlag: Independent Publishing
Eerschienen am 22. Juli 2016
ISBN: 978-1535427548




Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen


Als Jeremy eines Abends vor Neils Tür auftaucht, zögert er nicht eine Sekunde und nimmt seinen ehemaligen besten Freund bei sich auf, denn die beide verbindet nicht nur eine lange Freundschaft.
Schon während ihrer Schulzeit haben die beiden erste Gefühle für den anderen entwickelt, doch bis heute sind sie nie zu einem Beziehungsstatus gewechselt. Stattdessen zwang Jeremys Kriegseinsatz sie zu einer fünfjährigen Pause. Doch in der Zwischenzeit hat sich einiges geändert, dass beide tief erschüttert hat. Gibt es dennoch eine Chance?

Das Buch „Heimkehr“ aus der Feder von L.A. Witt ist bereits im Sommer 2016 erschienen. Es erzählt eine romantische Geschichte, die mit einem sehr ernsten und tragischen Hintergrund ausgestattet worden ist.

Abwechselnd beschreiben Neil und Jeremy die Erlebnisse, die sie geprägt haben.
Zunächst möchte ich Neil etwas näher beleuchten. Er lebt in Chicago und hat einen guten Job. Eigentlich verläuft sein Leben geordnet, doch hinter seiner Fassade schlummern ein paar sehr traurige Erinnerungen, die ihn stark verändert haben. Erst kürzlich hat er einen sehr wichtigen Menschen durch einen Gewaltakt verloren und nun muss er sich psychologisch beraten lassen. Doch er ist auf einem guten Weg.
Jeremy hingegen ist gerade erst aus dem Krieg zurückgekehrt und leidet unter PTBS. Als seine Familie erfährt, dass er schwul ist, setzen sie ihn vor die Tür. Bei Neil findet er Trost und Obdach. Außerdem kann er so endlich wieder in Neils Nähe sein, den er bereits seit seiner Jugend liebt. Doch niemals wäre er bereit, diese Freundschaft für eine Beziehung aufzugeben.

Die Handlung ist übersichtlich und chronologisch gestaltet worden. Da beide abwechselnd die Ereignisse beschreiben, fällt es leicht, sich die Begebenheiten vorzustellen und sich auf die Geschehnisse einzulassen. Wenn der Storyaufbau auch recht einfach und überschaubar ist, macht es dennoch Freude, der sich langsam entwickelnden Liebesgeschichte zu folgen.

L.A. Witt schafft es perfekt, mit genau den richtigen Worten eine herzergreifende Handlung entstehen zu lassen. Jeremy und Neil sind sympathisch und ihre Erlebnisse gehen unter die Haut. Dennoch haben mich die vielen kleinen und großen Rechtschreib- und Grammatikfehler ein wenig genervt. Hier fehlte einfach das Lektorat, denn dann wäre aus diesem Buch ein richtiges Highlight geworden.

Mein persönliches Fazit:
Ich habe die Geschichte richtig verschlungen. Jeremy und Neils Erlebnisse sind mir nah gegangen und ich habe mit ihnen mitgelitten. Besonders Jeremys Familienprobleme haben mich regelrecht sprachlos gemacht. In diesem Werk wurde deutlich gemacht, dass es leider noch immer Menschen gibt, die vor Homosexualität Angst haben. Zeitgleicht hat es aber auch verdeutlicht, dass es Freundschaften gibt, die über alles erhaben sind. Also insgesamt eine tolle Geschichte, die mich wunderbar unterhalten hat. Deshalb gibt es auch eine ganz klare Leseempfehlung, und nicht nur für Gay-Romance-Freunde!

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