[Rezension] Küsse wie Schneeflocken - Joanna Wolfe

Jugendroman


Verlag: cbt
Taschenbuch mit 336 Seiten
ISBN: 978-3-570-31119-6
Erschienen: 11.10.2016
Preis: € 9,99 (D)



Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen


Cheryl ist noch jung, doch sie weiß genau was sie will. Zunächst möchte sie gemeinsam mit ihren Huskies bei einer Adventure-Agentur als Musher, als Hundeschlittenführerin, etwas Geld verdienen und Erfahrung sammeln, ehe sie ihr Studium als Tiermedizinerin am College beginnt. Doch schon auf dem Weg zu ihrem neuen Aufgabengebiet lernt sie den mysteriösen Rick kennen, der sich sofort in ihr Herz stiehlt. Dabei möchte sie sich auf keine Ablenkungen einlassen. Hat diese junge Beziehung dennoch eine Chance?

"Küsse wie Schneeflocken" ist ein Roman aus der Feder von Autorin Joanna Wolfe, die mit diesem Werk dem Treiben in Alaska bildlich Leben einhaucht.

Der Leser dieser Geschichte wird von Cheryls Gedanken und Beweggründen empfangen, denn alles in dieser Erzählung dreht sich um die junge Frau, die sich erst kürzlich von ihrem Freund getrennt hat. Außerdem steht sie kurz davor, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Gemeinsam mit ihren sechs Huskies macht sich sich auf die weite Reise durch Alaskas Winterlandschaft. Dabei erscheint sie authentisch und liebenswert. Sie hat das Herz am rechten Fleck und lebt ihren Traum vom Leben.

Die kleine Lovestory mit dem texanischen Cowboy Rick wird interessant mit eingebaut, denn zu Beginn scheint ihre Romanze kaum wahrnehmbar. Nach und nach treffen sie erneut aufeinander und beiden wird schnell bewusst, dass sie doch mehr für den anderen empfinden. Der Weg bis zum großen Finale ist aber lang und aufregend. Außerdem eher nebensächlich für die Entwicklung der jungen Protagonistin. Die eigentliche Erzählung widmet sich Cheryls Leidenschaft, dem Hundeschlittenrennen, welches ausgiebig und sehr glaubwürdig beschrieben wird.

Leider erscheint die Handlung zwischendurch ein wenig langatmig und künstlich verlängert. Einige Passagen hätte die Schriftstellerin auch weglassen können, denn sie sind für Cheryls Geschichte uninteressant. Doch darüber hinaus bleibt genug Raum, sich mit der Figur anzufreunden und sie kennenzulernen.


Gute Story, sympathische Charaktere...

Mein persönliches Fazit:
Das Buch liest sich herrlich locker und leicht. Es ist mir leichtgefallen, mich auf Cheryl einzulassen und mich in ihre Welt hineinzuversetzen. Sie ist mir von Anfang an liebevoll und authentisch erschienen. Die Liebesgeschichte hingegen konnte mich nicht ganz erreichen, die Funken sind nicht übergesprungen, obwohl Rick und Cheryl zusammenpassen. Doch irgendwie fehlten die Schmetterlinge im Bauch. Auch die großen Gefühle wurden nicht ganz perfekt umgesetzt, da hätte es durchaus mehr Tiefgang geben können. Doch alles in allem hat mich die Geschichte gut unterhalten und mich bildlich ins kalte Alaska versetzt. Deshalb gibt es von mir für dieses Buch auch eine gute Leseempfehlung.

Weitere Informationen über das Buch erhaltet ihr auch auf der Verlagsseite.

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