[Rezension] Das Spiel - Jeff Menapace

Opfer (Band 01)


Verlag: Heyne Verlag
Taschenbuch mit 400 Seiten
ISBN: 978-3-453-67707-4
Erscheint: 11.07.2016
Preis: € 9,99 (D)



Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen


Das Spiel beginnt…
Patrick und Amy möchten mit ihren Kindern Caleb und Carrie einen ruhigen Urlaub am Crescent Lake verbringen, einem beschaulichen und abgelegenen Ort, der für Erholung steht. Doch schon auf dem Weg dorthin werden sie von einem mysteriösen Mann umgarnt, der ihnen spontan eine Tankfüllung bezahlt. Kurz darauf sehen sie ihn wieder und erneut lässt dieser Mann Amys Bedenken wachsen. Als kurz darauf weitere undurchsichtige Ereignisse passieren, ahnt die Familie noch nicht, in welcher Gefahr sie schweben, denn die Fannelli-Brüder Arty und Jim haben bereits mit ihrem Spiel begonnen.

'Das Spiel - Opfer' ist der erste Teil der Thriller-Trilogie aus der Feder von Autor Jeff Menapace, der mit diesem Werk ganz deutlich zeigt, dass er es meisterhaft versteht, seine Leser in Grauen zu versetzten.


Von Anfang an wollte ich Patrick und Amy zuschreien, dass sie bitte ihre Kinder wieder ins Auto packen und sich auf den Heimweg machen sollen. Wie in einem guten Horrorstreifen, wo der Zuschauer bereits vorher ahnt, was gleich noch alles passieren wird.

Genauso lässt es sich am besten beschreiben, denn in diesem Buch wird Thriller wahrhaft großgeschrieben. Mit sehr charismatischen und ausdrucksstarken Charakteren stürzt Jeff Menapace seine Leser in das Abenteuer am Crescent Lake und lässt durch bildliche und lebendige Worte die Kulisse erstrahlen.

Im Fokus stehen sowohl Amy und Patrick, als auch Arty und Jim.
Amy ist eine starke Frau, selbstbewusst, hübsch und intelligent. Patrick liebt seine Frau und gemeinsam vermitteln sie das Gefühl von Harmonie und Zufriedenheit. Sie sind eine überzeugende Einheit und stehen für das Gute im Werk.
Für das Böse sorgen die Brüder Arty und Jim, die einfach aus Spaß Menschen quälen und ihnen Leid zufügen. Sie genießen das Spiel und erfreuen sich an bestialischen Taten. Sie sind einfach grausam, doch zeitgleich auch sehr interessant, denn immer wieder hat der Leser die Möglichkeit auch ein wenig hinter ihre Fassade zu blicken.

Das Buch ist auf keinen Fall etwas für zartbesaitete Leser, denn der Schriftsteller weckt tatsächlich das Grauen zum Leben. Immer wieder werden äußerst brutale, schreckliche Dinge gezeigt, die schockieren. Doch zusätzlich wird auch der psychische Aspekt nicht außer Acht gelassen. Diese Seite ist mindestens genauso dramatisch wie die offensichtliche Folter, die Arty und Jim so genießen.

So spannend! Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen...

Mein persönliches Fazit:
Bis zum Schluss habe ich regelrecht mit gefiebert und mit Amy, Patrick, Caleb und Carrie mit gebangt. Es ist schon lange her, dass mich ein Buch so grausam unterhalten hat, dass ich es einfach immer weiterlesen musste. Am Ende wird sogar noch ein Cliffhanger suggeriert, der mich sehr ergriffen und zum Nachdenken animiert hat. Was für Folgen haben die Taten von Menschen wie Arty und Jim. Vielleicht erfahren wir das im nächsten Teil, der voraussichtlich im Dezember ebenfalls beim Heyne Verlag erscheinen wird. Ich freue mich schon darauf und kann deshalb auch für dieses Buch meine vollste Leseempfehlung aussprechen.


Weitere Informationen über das Buch erhaltet ihr auch auf der Verlagsseite.

Kommentare

  1. Hallo Merlin,

    mir waren die Protagonisten (Familie Lambert und ihre Nachbarn am Crescent Lake) auch ziemlich sympathisch, sodass ich die ganze Zeit einfach mitfiebern musste. Ebenso wie Du, bin ich schon gespannt, was sich der Autor für den zweiten Teil einfallen lässt und wie es mit den beiden Kleinen weiter geht.

    Liebe Grüße
    - Peter
    http://petersbuecherkiste.blogspot.de

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