[Rezension] Sicht Unsichtbar - Gabriela Kasperski

Der dritte Fall für Schnyder & Meier

Verlag: Monsenstein und Vannerdat
Broschiert Ausgabe mit 408 Seiten
ISBN: 978-3956457678
Erschienen am 04. April 2016
Preis: € 20,40 (D)



Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen



Während Zita Schnyder sich durch das Leben als junge Mutter gestresst und einsam fühlt, kann ihr Lebensgefährte Werner Meier endlich einem neuen Fall nachgehen: dem Mord an dem Pensionsbesitzer Johan Havemann.
Da dieser Mord sich kurz nach dem Verkauf seines Besitzes an den Projektleiter Felix C. Blauwyler vom VillageGreen ereignet hat, könnte auch ein Zusammenhang bestehen. Meier muss tief in die Trickkiste greifen und in alle Richtungen ermitteln.

Autorin Gabriela Kasperski versprüht mit ihrem Roman „Sicht Unsichtbar“ viel Schweizer Charme, kriminalistisches Gespür und humorvolle Unterhaltung. Dieser Band ist inzwischen der dritte Fall für das smarte Duo Schnyder und Meier, die in diesem Band zwischen familiären Krisen und knallharten Ermittlungen feststecken.


Gleich zu Beginn fällt bereits auf, dass die Schriftstellerin ein großes Ensemble auffährt, welches über viel Potenzial verfügt. Als Leser braucht es etwas Zeit, sich mit allen Charakteren auseinander zu setzen und alle Persönlichkeiten kennenzulernen. Doch wenn diese anfänglichen Schwierigkeiten überwunden wurden, lässt sich der Roman sehr locker und flott lesen. Nicht zu Letzt auch deshalb, weil die Dialoge unglaublich spritzig und erfrischend gestaltet worden sind.

Im Fokus stehen natürlich Schnyder und Meier, die momentan in einer Krise stecken. Also vielmehr Zita, denn sie will unbedingt wieder arbeiten, muss aber feststellen, dass sie erneut schwanger ist. Nichts verläuft so, wie sie es sich gewünscht hat. Dann muss sie auch noch miterleben, wie ihre Freundin ein neues Leben in London beginnt und Meier wieder beruflich durchstartet. Alles in allem fühlt sie sich unglücklich, möchte so viel mehr erreichen.
Zita Schnyder ist während der Erzählung sehr sympathisch und liebenswert. Es fällt ganz leicht, sich in ihre Situation hineinzuversetzen. Schnell hat sie mein Herz im Sturm erobert.

Auch Meier ist ein toller Typ. Wenn er sich um seinen Sohn Finn kümmert, ist er einfach hinreißend. Diese Szenen lesen sich wunderbar realistisch. Auch seine kleinen und großen Wortgefechte mit Zita lesen sich leicht, denn dadurch wird eine ideale Dynamik erzeugt. Besonders wenn Zita ihren Freund mit „Meier“ oder „Commissario“ anspricht, wird deutlich, dass die beiden eine längere Geschichte verbindet.

Die Handlung des Kriminalfalls ist nachvollziehbar und logisch aufgebaut worden. Es ist also ganz einfach, sich auf die Erlebnisse einzulassen und sich die Geschehnisse vor Ort vorzustellen. Auch durch kleine überraschende Wendungen bleibt die Spannung und Lesefreude groß.

Perfektes Kriminalistisches Gespür
vor atemberaubender Schweizer Kulisse!

Mein persönliches Fazit:
Obwohl dieser Band mein erstes Krimi-Abenteuer von Schnyder & Meier gewesen ist, habe ich nur selten das Gefühl gehabt, dass mir etwas gefehlt haben könnte. Diese Geschichte hat mich herrlich lebendig unterhalten und ich habe mir die Akteure bildlich und authentisch vorstellen können. Die Entwicklung der Ermittlungen sowie Zivas persönliches Dilemma haben mich richtig bewegt und so kann ich dieses Werk bedenkenlos weiterempfehlen.
Vielleicht werde ich jetzt doch noch die ersten Bände der Reihe verschlingen ;)

Weitere Informationen über das Buch erhaltet ihr auch auf der Verlagsseite.

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