[Rezension] Post Mortem - Mark Roderick

Tränen aus Blut


Verlag: Fischer Verlag
Taschenbuch mit 512 Seiten
ISBN: 978-3-596-03142-9
Preis: € 12,00 (D)




Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen



Ein Mann, erschossen in einem Frankfurter Hotelzimmer...
Eine Familie, die in der Nähe von München vermisst wird...

Wie können diese beiden Vorgänge miteinander zusammenhängen?


Die Interpol-Agentin Emilia Ness wird zu dem Mord in Frankfurt hinzugezogen, denn eine letzte Nachricht mit ihrem Namen versehen, hat der Tote der Ermittlerin hinterlassen. Dabei kennt Emilia den Mann nicht. Gemeinsam mit der hiesigen Polizei beginnt sie hinter die Identität des Opfers zu kommen.
Zeitgleich hat sich Avram Kuyper in seinen Wagen gesetzt und die Strecke von Amsterdam nach München in Rekordzeit absolviert. Es ist erst wenige Stunden her, seit er einen sehr mysteriösen Anruf seines Bruders erhalten hat. Als er auf der Farm ankommt, ist von seiner Familie nichts zu sehen. Avram beginnt nach ihnen zu suchen und entdeckt dabei unglaublich Entsetzliches.

Der deutsche Autor Mark Roderick hat mit diesem Thriller „Post Mortem – Tränen aus Blut“ einen großartigen Roman geschrieben, der sich kaum aus der Hand legen lässt.


Ganz im Mittelpunkt dieser Handlung stehen die beiden sehr unterschiedlichen Menschen Avram Kuyper, ein Auftragsmörder, und Emilia Ness, die Interpol-Agentin, die versucht, den Balanceakt zwischen Karriere und Familie zu finden. Beide Seiten werden dabei sehr lebendig und authentisch beleuchtet. Der Autor wechselt von Kapitel zu Kapitel den Protagonisten, wodurch sich ein wunderbar aufregender Lesefluss einstellt.

Egal, ob nun Agentin oder Auftragsmörder, beide Charaktere sind ganz klare Sympathieträger, denn sie stehen auf der guten Seite der Handlung. Diese hingegen ist nichts für schwache Nerven, denn Mark Roderick bringt in seiner Geschichte die dunkelsten Fantasien der Psychopathen zu Tage. Hier geht es um Folter, Mord und Menschenhandel. Alles Dinge, die unter die Haut gehen. Außerdem benutzt der Schriftsteller eine sehr bildliche und packende Erzählweise, so dass die Erlebnisse real erscheinen. Seine einfache und verständliche Ausdrucksweise machen es ganz einfach, sich auf die Handlung zu konzentrieren und das Buch in einem Rutsch zu verschlingen.


Dramatisch und spannend,
besser kann eine Geschichte nicht erzählt werden!

Mein persönliches Fazit:
Seit Rainer Löfflers Debüt „Blutsommer“ habe ich keinen so guten Thriller mehr gelesen. Hier stimmt einfach alles! Die Protagonisten sind farbenfroh und facettenreich, ihre Gedanken und Beweggründe jederzeit präsent und ihre Handlungen nachvollziehbar und glaubhaft. Die Ermittlungsarbeit wirkt nicht aufgesetzt oder an der Haaren herbeigesogen, sondern vollkommen authentisch. Die Handlung hat Hand und Fuß, bildet einen idealen Einklang zwischen den tragischen Elementen, den spannenden Momenten und den ergreifenden Augenblicken, die fesseln und nicht mehr loslassen.

Von mir gibt es für dieses außergewöhnliche Werk meine absolute Leseempfehlung. Glücklicherweise ist bereits am 27.04.2016 der zweite Teil des Duos erschienen, welches natürlich umgehend verschlungen werden muss!


Weitere Informationen über das Buch erhalten ihr auch auf der Verlagsseite.

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