[Rezension] Die Lourdes-Formel - Adrian Canis

Thriller

Verlag: bookshouse
Taschenbuch mit 400 Seiten
ISBN: 978-9963533084
Preis: € 14,99 (D)
Erschienen im März 2016



Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen



Als der Chemiker Rick von einem Schulfreund Thomas aus Deutschland ein Päckchen mit einem mysteriösen Pulver erhält, macht dieser sich sofort daran, den Inhaltsstoffen auf die Spur zu kommen. Mit Hilfe von Mäusen und Selbstversuchen bekommt er letztlich eine Ahnung, zu was das Material fähig ist. Als er selbst nach Deutschland reist, machen er und Thomas sich auf die Suche nach den Hintergründen der geheimnisvollen Substanz und werden schnell in ein sehr gefährliches Abenteuer verwickelt, dessen Ausgang noch vollkommen unklar ist. Nur eins ist sicher, es geht um alles oder nichts. Denn mit einem Mal stehen sie im Fokus von Geheimbünden und der Polizei und Rick weiß nicht mehr, wem er noch vertrauen kann.

Über den deutschen Autoren Adrian Canis ist noch nicht viel bekannt. Nur so viel, dass er mit diesem Werk einen wahren Knüller kreiert hat, der sich so spannend liest, dass es wahrhaft schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen.


Im Mittelpunkt der Erzählung steht Dr. Rick Roth, der clever und selbstsicher, aber auch mit einer nötigen Prise Humor und Wortwitz, an die Suche nach dem Mysterium herangeht. Er ist ein toller Protagonist, der realistisch und lebendig überzeugt. Seine lockere Art und Weise machen es leicht, ihn zu mögen.
Ihm zur Seite stehen gleich mehrere Figuren, die alle etwas undurchsichtig sind. So lernt der Leser schnell Thomas, Ricks Schulfreund kennen. Seine Motive und Beweggründe bleiben aber zunächst noch etwas im Dunkeln und lassen nur Vermutungen zu. Ebenfalls ein wenig suspekt erscheint die hübsche Lucy, die innerhalb weniger Minuten Rick um den kleinen Finger wickelt. Doch auch hier bleiben noch viele Fragen offen, so dass es zu einer aufregenden Suche nach den Antworten kommen wird.

Die Geschichte ist plausibel und nachvollziehbar aufgebaut. Autor Adrian Canis springt während seiner Erzählung ein wenig durch die Zeit. Zwischendurch werden kleine Erlebnisse aus dem 19. Jahrhundert präsentiert, dann wieder die aktuelle Geschichte. Regelmäßig werden dem Leser ein paar kleine Informations-Häppchen präsentiert, die aber nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Das hat der Schriftsteller wunderbar ausgearbeitet und bringt damit den nötigen Feinschliff in die Dramatik des Thrillers.
Zusätzlich wird die Dynamik und Spannung durch relativ kurze Kapitel und regelmäßige Sprünge in der Erzählweise hochgehalten. Dadurch fliegt der Leser praktisch durch die Handlung und hat das Gefühl, hautnah am Geschehen zu sein. 

Spannend – von der ersten bis zur letzten Seite!

Mein persönliches Fazit:
Dieses Debüt hat mich wirklich überzeugt! Es liest sich ganz leicht und flott, denn die Ausdrucksweise ist angenehm und modern. Außerdem hat Adrian Canis einen herrlich lockeren Umgangston, der für ordentlich Pepp und Schwung in der Handlung sorgt. Rick Roth ist mir von Anfang an sympathisch und authentisch erschienen, weshalb es einfach war, ihn mir als Person vorzustellen. Ich habe mit ihm mit gefiebert und gebangt. Ganz besonders, nachdem bereits im Prolog feststeht, dass nicht alles genauso laufen wird, wie sich das der Chemiker vorgestellt hat.
Da mich das Debüt überzeugt hat, kann ich dem Werk meine vollste Leseempfehlung aussprechen. Ich bin überzeugt davon, dass der Jungautor noch viele weitere grandiose Ideen aus dem Hut zaubern wird!

Weitere Informationen über das Buch findet ihr auch auf der Verlagsseite.

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