[Rezension] Wem Marie vertraute - Elisabeth Denis

2. Teil aus der Romanreihe 'Secrets'



Verlag: Oetinger
Hardcover mit 240 Seiten 
Empfohlen ab 14 Jahren
Preis: € 9,99 (D)
ISBN: 978-3958820630
Erscheinungstermin: März 2016



Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen



Marie ist sechzehn und freut sich schon auf ihr Auslandsjahr in Australien. Ihre beiden besten Freundinnen Emma und Kassy sind stets an ihrer Seite. Doch irgendwie verschiebt sich ihr Interesse, nachdem sie ihre alte Heimat an der Ostsee besucht hat. Denn mit einem Mal hat sie romantische Gefühle für ihren Cousin Tom, der diese auch noch zu erwidern scheint. Aber darf das sein? Schließlich sind sie Cousin und Cousine! Zusätzlich haben ihre Mutter und Toms Mutter, Maries Tante, seit ein paar Monaten Streit und reden nicht mehr miteinander. Dabei ist Marie so glücklich, wenn sie Hamburg und damit ihrem Stiefvater entkommen kann, denn dieser Mann ist ihr ein Grauen. Aber wem kann sie von ihren Gedanken, Ängsten und Sorgen berichten?

"Wem Marie vertraue" ist der zweite Teil einer Jugendbuch-Trilogie. Dieser Teil entstammt der Feder von Elisabeth Denis, die durch ihre Worte Marie zum Leben erweckt.
Wer den ersten Teil "Wen Emma hasste" nicht kennt, kann hier dennoch wunderbar zum Buch greifen, denn diese Geschichte spiegelt einzig Maries Welt wider. Die Reihenfolge ist dabei unerheblich, denn egal wie herum gelesen wird, es bleiben genug offene Fragen, die sich hoffentlich im dritten und abschließenden Werk "Was Kassy wusste" aufklären wird.


Wem vertraute Marie? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, denn meiner Meinung nach gibt es nur einem, dem sie vertraute: ihrem Tagebuch! All ihre Sorgen schreibt sie auf, auch ihre Hoffnungen und Ängste. Sie erzählt von ihrer großen Liebe und von den kleinen und großen Geheimnissen, denen sie auf die Spur gekommen ist. Dabei interessieren diese Marie gar nicht so sehr. Sie ist eine innerlich zerrissene Person, die zum ersten Mal verliebt ist. Nur traut sie sich nicht, dieses öffentlich zu erzählen, denn schließlich handelt es sich um ihren Cousin Tom.

Der Charakter Marie hat mir sehr gut gefallen, denn sie ist lebendig und authentisch. Ihre Gedanken sind nachvollziehbar und ich konnte mich wunderbar in sie hineinversetzen. Auch die Sorgen, die sie bezüglich ihres Stiefvaters hat, sind glaubwürdig und ergreifend. Zu gern würde der Leser dem Mädchen ein wenig Last abnehmen. Denn sie ist ein guter Mensch, und möchte eigentlich nur Frieden und Harmonie erleben.
Die romantische Seite der Geschichte wurde in Form von Tom hier ebenfalls herrlich in Szene gesetzt. Zusammen wirken sie verliebt und einfach hinreißend. Ich habe mich für sie gefreut, aber auch mitgelitten, wenn es nicht ganz so rund lief.

Für alle, die nach dem ersten Teil nun wissen wollen, ob sie dem Mörder ein klein wenig nähergekommen sind, möchte ich noch nichts verraten, außer: das müsst ihr selbst lesen!

Secrets 2 ist noch besser als der Auftakt!

Mein persönliches Fazit:
Dieses Buch ist aufregend und fesselnd gestaltet. Die Handlung ist gut durchdacht und passt sich perfekt Emmas Erzählung an. Hier geht es allerdings um Marie, die viel mehr Persönlichkeit entwickelt, als Emma es je konnte. Die Geschichte ist lebendig und herzlich, die Charaktere stimmig und sympathisch. Mich hat die Erzählung richtig mitgerissen, vielleicht auch genau deshalb, weil ich wusste, wie das Ende des Buches sein würde. Jedenfalls habe ich mich durch Maries Geschichte perfekt unterhalten gefühlt. Jetzt freue ich mich schon sehr auf den dritten Part, der die Trilogie hoffentlich perfekt abrunden wird!

Weitere Informationen über das Buch findet ihr auch auf der Verlagsseite.

Reihenfolge der Jugendbuch-Trilogie

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