[Rezension] Nur ein Tag - Gayle Forman

Roman - Teil 1


Verlag: Fischer Verlage
Paperback mit 432 Seiten
Übersetzt  von Stefanie Schäfer
Preis € 14,99 (D)
ISBN: 978-3-8414-2106-7
Erscheint am 22. März 2016



Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen


Allyson ist eine gute Schülerin, fleißig, ehrgeizig und zielstrebig. Alkohol und Partys lehnt die 18-jährige stets ab, stattdessen schaut sie lieber Filme, trifft sich mit ihrer besten Freundin Melanie oder geht mit ihren Eltern zum Essen. Doch während einer Europareise, die sie zum Highschool-Abschluss geschenkt bekommen hat, verändert sich ihr Leben vollkommen. Denn ein Moment lässt sie über sich hinauswachsen. Ein Moment, der ihre bisherige Vorsicht über Bord gehen lässt und sie ein Wagnis eingeht, das alles auf den Kopf stellt. Denn als der Niederländer Willem, den sie erst Stunden zuvor kennengelernt hat, sie fragt, ob sie mit ihm einen Tag nach Paris fahren möchte, lautet ihre Antwort: JA!

Dies ist eine Geschichte über ein Mädchen, das erst herausfinden muss, wer sie wirklich ist. Eine Geschichte über Allyson, die erwachsen werden wird. Eine Geschichte, die fesselt und bannt. Eine Geschichte, die zum Träumen verleitet und zum Mitfiebern verführt!
Nur ein Tag“ und „Und ein ganzes Jahr“ sind zwei Bücher, die von einer wundervollen Liebesgeschichte erzählen. Die amerikanische Journalistin und Schriftstellerin Gayle Forman nimmt hier ganz langsam die Fäden in die Hand und bringt im ersten Teil das Leben von Allyson mächtig durcheinander.

Aus Allysons Sicht werden die Dinge beschrieben, die teilweise sehr locker und modern, zeitgleich aber auch immer wieder recht dunkel und hoffnungslos wirken. Der schmale Grat zwischen dem depressiven und den freudigen Phasen ist hier wunderbar herausgearbeitet worden, denn meistens folgt, wie auch im wahren Leben, nach Sonnenschein ein wenig Regen. Das findet sich hier in genau der richtigen Mischung wieder.

Allyson erscheint sehr sympathisch und patent. Obwohl sie bisher ein recht behütetes Leben geführt hat, kommt sie dennoch in der Welt zurecht. Sie glaubt, sie weiß genau was sie will, was ihr wichtig ist. Doch dann kommt ein Punkt in ihrem Dasein, der sie alles in Frage stellen lässt. Was macht sie für sich? Möchte sie wirklich Ärztin werden? Oder sind das die Wünsche der Eltern. Allyson muss Entscheidungen treffen und erwachsen werden.
Der wichtigste Punkt, der ihr Umdenken hervorgerufen hat, lautet Willem. Ein junger Niederländer, der mit einer Schauspieltruppe durch London streift. Willem zeigt ihr eine Welt außerhalb von Regeln. Er zeigt ihr seine Art, mit den Dingen umzugehen. Er zeigt ihr Paris und schenkt ihr damit einen unvergesslichen Tag.

Die Liebesgeschichte könnte mit diesem Tag beschrieben sein und die Handlung damit erledigt. Doch das stimmt nicht. Gayle Forman entlässt den Leser noch lange nicht aus der Erzählung. Erst bringt sie noch sehr viel mehr auf das Papier. So viel mehr, dass sich daraus gleich noch ein zweiter Band machen lässt. Denn mit dem Ende des ersten Buches ist gewiss, der Leser muss unbedingt erfahren, wie es weitergehen wird.


Eine tolle Geschichte, die mich nachhaltig bewegt hat!

Mein persönliches Fazit:
Ich habe das Buch als unglaublich mitfühlend und fesselnd erlebt. Allyson ist mir schon nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen und ich habe mich mit ihr gefreut und gelitten. Sie ist ein herzlicher Charakter, dem ich nur das Beste gewünscht habe. Ihre Selbstfindungsreise hat mich nachdenklich gestimmt. Besonders die Zeit, als sie quer durch Europa gereist ist, auf den Spuren der Vergangenheit.


Weitere Informationen über das Buch erhaltet ihr auch auf der Verlagsseite.

Kommentare

  1. Meine Rezension ist heute auch erschienen! Ich fand jedoch Band 1 stellenweise echt langweilig! Band 2 dagegen konnte mich begeistert! LG Verena

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