[Rezension] Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance - Estelle Laure

Roman

Hardcover mit 256 Seiten
Übersetzt von Sophie Zeitz
ISBN: 978-3-7373-5326-7
Preis: € 14,99 (D)


Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen


Ein bewegender Roman über ein Mädchen, das über sich hinaus wächst!

Was passiert, wenn eines Morgens niemand mehr da ist? Mit dieser Frage muss sich die 17jährige Lucille beschäftigen, denn seit ein paar Tagen ist ihre Mutter verschwunden. Eigentlich wollte diese sich nur ein paar Tage Auszeit gönnen, doch dann kommt sie nicht mehr zurück. Auch weiß sie nicht, wo ihr Vater steckt. Hatte dieser doch erst vor wenigen Wochen einen Nervenzusammenbruch. Nun ist Lucille alleine, mal abgesehen von ihrer 9-jährigen Schwester. Wie soll sie mit allem alleine fertig werden? Rechnungen müssen bezahlt werden, Essen muss gekauft und gekocht werden und was noch viel schwerer wiegt.... Niemand darf erfahren, dass ihre Mutter fort ist. Lucille setzt alles dran, damit es ein Geheimnis bleibt. Einzig ihre beste Freundin Eden und deren Zwillingsbruder Digby wissen über ihre Situation Bescheid. Und als wäre es nicht schon tragisch genug, muss sie sich ausgerechnet jetzt in Digby verlieben.

"Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" ist ein sehr einfühlsamer Roman, der von der ersten bis zur letzten Seite für Hoffnung, Vertrauen und Mitgefühl steht. Es ist ein Roman, der unter die Haut geht und nicht mehr loslässt.

Im Mittelpunkt steht natürlich Lucille, die aus ihrer Perspektive die Erlebnisse schildert. Da sie von Anfang an äußerst lebendig und ehrlich erscheint, fällt es auch ganz leicht, eine gute Verbindung zu ihr aufzubauen. Sie ist ein Mensch, der einfach für das Gute im Leben steht. Ein Mensch, der bereit ist zu kämpfen. Das macht sie unglaublich sympathisch und liebenswert.
Dennoch muss Lucille einige traurige und demütigende Ereignisse über sich ergehen lassen. Doch jedes Mal wird sie stärker und mutiger.

Die Mutter verlässt ihre Familie. Das alleine ist schon ein Schock. Doch sie lässt ihre Kinder vollkommen alleine und mittellos zurück. Diese Vorstellung zerrt ungemein an den Nerven der Leser, denn damit ist einfach eine Grenze des Verständnisses erreicht. Durch diese Aktion wird die ganze Handlung in ein sehr dramatisches Licht gestellt, denn die junge Protagonistin, die sich eigentlich verlieben sollte, sich um ihre Schule und ihren Abschluss kümmern und sich auf ihre Freunde konzentrieren sollte, wird in ein gigantisches Dilemma geworfen. Zeitgleich ist es aber auch genau das, was Lucille ausmacht, denn sie ist kein Mensch, der einfach aufgibt.

Fazit: Mich hat diese Geschichte sehr nachdenklich gestimmt. Die Mutter ist in meinen Augen eine herzlose Person, die ihre Kinder gar nicht verdient hätte. Deshalb habe ich mit Lucille und ihrer Schwester mitgelitten und mich für sie gefreut, wenn sie etwas Positives erlebt haben.
Erst zum Schluss des Buches wird deutlich, dass es noch mehr positive Resonanz gibt, die mich über alle Maße erfreut und glücklich aus dieser Geschichte entlassen hat.

Ich persönlich freue mich schon sehr auf weitere Werke der Autorin, die mich mit diesem Werk regelrecht überrascht und zum Staunen gebracht hat.

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