[Rezension] Infernale - Sophie Jordan

Verlag: Loewe Verlag
Übersetzt von Ulrike Brauns
Empfohlen ab 14 Jahren 
ISBN: 978-3-7855-8167-4
Hardcover mit Schutzumschlag
384 Seiten
Preis: € 17,95(D)




Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen


Amerika, 2021: Seit ein paar Jahren nehmen die Verbrechen in den Vereinigten Staaten immer mehr zu. Die Wissenschaftler haben inzwischen entdeckt, dass es ein Gen gibt, das die Menschen zu aggressivem Handeln verleitet. Träger des HTS-Gens sind brutaler und neigen zu Gewalt. Inzwischen werden flächendeckend Untersuchungen betrieben, wodurch Träger des Gens ausfindig gemacht werden sollen.
So ergeht es auch Davy. Sie ist 17 Jahre alt, besucht eine gute Schule und ist seit ihrer Kindheit ein musikalisches Talent. Im nächsten Sommer, nach ihrem Abschluss an der Highschool, will sie an der Julliard in New York studieren. Ihr Leben verläuft wie in einem Traum. Sie hat den perfekten Freund an ihrer Seite, eine beste Freundin, die mit ihr durch dick und dünn geht und wird von ihren Mitschülern geliebt. Bis sie eines Tages die Nachricht erhält, dass sie das HTS-Gen besitzt.   

Sophie Jordan, die vielen Lesern bereits durch ihre `Firelight-Reihe` bekannt ist, widmet sich hier einer neuen Romanreihe, die sich dieses Mal ein wenig tragischer und düsterer gestaltet. 

Die Geschichte wird aus Davys Sicht beschrieben und so kann der Leser hautnah die Erlebnisse von ihr erfahren und mitverfolgen. Sie ist eine sympathische und positive Person, zumindest anfangs. Doch als sich ihr Leben von jetzt auf gleich verändert, ist nichts mehr so, wie es war. Sie muss schnell lernen, mit Veränderungen klar zu kommen. Damit, dass sie plötzlich alleine ist. Gewalt beherrscht auf einmal ihre Welt, die bis vor Kurzem noch so behütet gewesen war.
Davy macht während der Geschichte eine große Veränderung durch. Diese neue Seite an ihr wird genauso realistisch beschrieben, wie ihre anfängliche leicht naive Persönlichkeit. Dieser Wechsel ist der Schriftstellerin hervorragend gelungen.

Die Geschichte selbst liest sich äußerst spannend und dramatisch. Alleine die Vorstellung, dass so etwas ganz leicht Realität werden könnte, erzeugt bereits ein Unwohlsein in der Magengegend. Die Hilflosigkeit, die Davy nach ihrer Diagnose befällt, wird in diesem Werk wundervoll herausgearbeitet und in Szene gesetzt. Es wird sofort deutlich, wie gefährlich ihr Leben fortan sein wird.

Das Buch ist wunderschön im Hardcover-Format mit Lesebändchen und Schutzumschlag gestaltet. Das Cover ist ein wahrer Blickfang und weckt einfach den Wunsch, das Buch in die Hand zu nehmen. Außerdem ist hier eine sehr angenehme Schriftgröße verwendet worden, so dass sich die Geschichte schnell und locker lesen lässt. Auch kurze Kapitel erzeugen ein zusätzliches Page-Turner-Gefühl.


Eine Geschichte, die unter die Haut geht!

Mein persönliches Fazit:
Was für eine Handlung! Noch immer habe ich Herzklopfen und Gänsehaut. Die Geschichte ist so lebendig, dass ich mir alle Einzelheiten habe vorstellen können. 
Davy ist mir richtig ans Herz gewachsen und ihre Erlebnisse haben mich bewegt und gefesselt. Schon jetzt bin ich neugierig, was im zweiten Teil auf die junge Protagonistin warten wird. Denn eines ist sicher, so wie es ist, wird es nicht bleiben. Ich kann dem Werk bedenkenlos eine große Leseempfehlung aussprechen.


Weitere Informationen über das Buch findet ihr auch auf der Verlagsseite.
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