[Rezension] Liebe, Lust und Tod - Esther Grace

Verlag: bookshouse
Seiten: 247
ISBN: 9789963531929
Preis: € 11,99 (D)
Erschienen: Dez 2015


Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen


Die leitenden New Yorker Ermittler in der aktuellen Mordfallserie, Tylor McFadden und Andrew Haiden, erhalten Unterstützung von der jungen Agentin Nikola Dale, die neue Einblicke in die verzwickte Situation bringen soll. Doch irgendwie wird es immer mysteriöser und kurz darauf wird erneut eine Frauenleiche gefunden. Es ist die beste Freundin von Tylers Schwester Tiffany, die nun ebenfalls in den Fokus der Ermittlungen rückt. Wie weit wird der Mörder noch gehen?

Aus der Feder der gebürtigen Hamburger Autorin Esther Grace entstammt dieses Werk, in dem sie Thrill und Romantik kombiniert. Leider bleibt beides ein wenig auf der Strecke, denn die Schriftstellerin beschäftigt sich viel zu sehr mit Nebensächlichkeiten, die für die Geschichte nicht unmittelbar von Bedeutung sind.

Im Fokus dieser Erzählung stehen der Ermittler Tyler, die neue Kollegin Nikola und Tylers Schwester Tiffany. Sie alle bilden den roten Faden in der Handlung, die recht umfangreich und bildlich beschrieben wird. Ihnen zur Seite stehen ein paar weitere Protagonisten, die zwar ebenfalls nicht unwichtig für die Geschichte sind, doch meist eher unsympathisch wirken oder etwas übertrieben dargestellt werden. Diese Figuren konnten nicht überzeugen und stören ein klein wenig den leichten Lesefluss.

Auch die Handlung ist nicht immer unbedingt logisch. Besonders der Hauptermittler Tyler erscheint mir an manchen Stellen doch etwas sehr blauäugig und naiv. Gerade ein Mensch, der sich im Polizeidienst bewegt, sollte doch schneller über gewisse Dinge nachdenken, als der Leser. Hier erscheint mir einiges unlogisch. Auch der langsam wachsende Spannungsbogen konnte mich nicht durchweg fesseln, denn für mich stand recht schnell fest, wer der Mörder ist und auf wen er es als nächstes abgesehen haben könnte. Hätte die Autorin zum Schluss doch noch einmal etwas Überraschendes aus dem Hut gezaubert, wäre das Ende viel aufregender geworden.

Zusätzlich erscheinen die ganzen Dialoge innerhalb der Einsatzzentrale meist unglaubwürdig und aufgesetzt. Es werden Dinge beschrieben, die für die Handlung vollkommen uninteressant sind und so die Dramatik herausnehmen. Das Vorgehen der Ermittler erscheint hilflos und wenig nachvollziehbar.

Fazit: Obwohl mir die ganze Suche nach dem Mörder nicht überzeugen konnte, hat mir der eigentliche Plot dennoch gefallen. Auch die kleine Romanze zwischen Tyler und Nikola liest sich nett und liebenswert. Hätte nun die Story ein wenig mehr Glaubwürdigkeit erhalten und die FBI-Agenten ein wenig mehr Authentizität, hätte ich dem Werk eher eine Empfehlung aussprechen können. Wirklich schade, denn vom Cover aus gesehen hatte ich mir vom Inhalt etwas mehr versprochen. Doch so bleibt es bei ganz schwachen 3 von 5 Sternen.

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