[Rezension] Stockholm Syndrom - Lenore Gregor

Erotik-Thriller


Verlag: Cupido books
Taschenbuch mit 160 Seiten
Erscheint am 1.10.2015
ISBN: 978-944490-45-8
Preis: € 6,99 (D)



Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen


Kara, Sebastian und Marco wollten sich einfach nur eine Auszeit gönnen und sich in einer abgelegenen Ferienwohnung auf ihr Studium und ihre Masterarbeit konzentrieren, als sie sich plötzlich in einer Geiselnahme wiederfinden. Im gleichen beschaulichen Städtchen, in das es sie auch verschlagen hat, haben vier maskierte Männer eine Bank ausgeraubt. Sehr zum Leidwesen der drei Studenten suchen diese Ganoven nun Schutz in ihrem Domizil.
Nach und nach entwickelt Kara für den Anführer Marek Gefühle. Zunächst will sie diese gar nicht zulassen, doch irgendwann kann sie gar nicht mehr anders. Sie fühlt sich zu Marek hingezogen, doch ruht das auf Gegenseitigkeit? Oder ist es einfach die Folge des Martyriums?

Sehr dramatisch und voller Emotionen beschreibt Autorin Lenore Gregor die Welt um Kara, die sich im Strudel der Gefühle wiederfindet und nicht so recht weiß, was sie davon halten soll.

Gemeinsam mit der jungen Protagonistin erlebt der Leser die Geiselnahme aus Karas Sicht. Sie beschreibt mit lebendigen und einfühlsamen Worten ihre Erlebnisse, die glaubhaft fesseln und einfach zum Weiterlesen animieren. Die starke Bindung, die sie zu Marek spürt, wird dabei authentisch und realistisch in die Geschehnisse mit eingebaut. Für den Leser bleibt also von Anfang an die Frage, ob es sich dabei tatsächlich nur um das Stockholm-Syndrom handelt oder ob Marek und Kara auch im „normalen“ Leben hätten zusammen finden können.

Die Erzählung selbst beginnt kurz vor dem Überfall auf das Ferienhaus, praktisch unmittelbar bevor das Horrorszenario seinen Lauf nimmt. Sofort ist die Spannung deutlich zu spüren. Da Kara dabei immer im Mittelpunkt steht, fällt es ganz besonders leicht, zu ihr eine gute Verbindung aufzubauen. Doch auch Marek ist trotz der ganzen Situation ein sympathischer Mensch. Deshalb ist es so leicht, sich diese Beziehung zwischen ihnen vorzustellen und es ihnen einfach zu gönnen.

Da Marek und seine Kumpanen mit dem Überfall auf die Bank leider keinen einfachen Weg gewählt haben, ist es für den Leser nur schwer vorzustellen, wie es nach dem ganzen Fiasko weitergehen sollte. Vielleicht ist auch genau das der Grund, weshalb die Seiten einfach nur so dahin fliegen und der Leser bis zum Schluss mit bangt und hofft.

Fazit: Das Buch liest sich erschreckend leicht und einfach. Trotz der schaurigen Umstände ist es romantisch, die Liebesgeschichte mitzuerleben. Doch auch die anderen Handlungsstränge sind glaubwürdig und dramatisch gelungen. Alles hat Hand und Fuß und bietet so eine herrliche Kulisse, die für Aufregung sorgt. Ich kann das Buch bedenkenlos empfehlen und freue mich auf weitere Werke der Autorin.

Weitere Informationen über das Buch findet ihr auch auf der Verlagsseite!
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Kommentare

  1. Huhu!

    Bevor ich angefangen habe zu lesen, war ich mir nicht sicher, was ich von dem Buch halten sollte, obwohl ich das Cover sehr gelungen finde (Das in groß auf einer Faltwand kommt sicher sehr gut rüber!).

    Wahrscheinlich hängt das damit zusammen, dass ich derzeit einfach auf das Wort "Erotik" ziemlich sensibel reagiere (Nach den Büchern, die in der letzten Zeit dazu erschienen sind, kein Wunder) ... Trotzdem hast du recht, man fragt sich die ganze Zeit, ob hier das Stockholm Syndrom eine Rolle spielt oder nicht.

    Wie stark sind eigentlich die Erotikszenen ausgeprägt? Ist das Buch mehr Thriller oder mehr Erotik?

    Liebe Grüße
    Cara

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