[Rezension] Du stirbst in meinem Herzen nicht - Simone Veenstra

Aus der Reihe "HERZBLUT"


Verlag: Kosmos
ab 14 Jahren
laminierter Pappband mit 256 Seiten
ISBN: 978-3-440-14480-0
Preis: € 12,99 (D)



Meine Bewertung; 4 von 5 Sternen

Auch nach einem Jahr kann Mara den Tod ihres Vaters Piet nicht akzeptieren. Er war Busfahrer und soll betrunken gefahren sein? Niemals in seinem Leben, den Piet war Sportler und immer auf seine Gesundheit bedacht. Leider hört ihr keiner zu und Mara zieht sich immer weiter zurück.
Bis der Neue in der Schule auftaucht und gleich Maras Kopf verdreht. Jonahs Huskeyaugen bringen sie vollkommen durcheinander, doch eigentlich hat sich ihre beste Freundin Sanna in den Jungen verguckt. Mara gerät in einen Gefühlsstrudel und muss sich weiterhin mit dem Tod von Piet auseinander setzen. Sie forscht weiter und gerät ohne es zu ahnen immer mehr in Gefahr. Kann Jonah ihr helfen?

„Du stirbst in meinem Herzen nicht“ ist ein interessanter und aufregender Jugendthriller, der nebenher noch eine kleine Liebesgeschichte beinhaltet und durch eine lebendige Erzählweise schnell das Herz des Lesers erreicht.

Relativ langsam und mit genügend Zeit startet der Roman und beleuchtet gerade zu Beginn den Unfalltod von Maras Vater näher, ehe die Geschichte sich der eigentlichen Handlung widmet. Hauptsächlich aus Maras Sicht wird die Erzählung beschrieben, doch ab und an bekommt auch Jonah die Möglichkeit, etwas konkreter aufzutreten, damit der Leser auch seine Beweggründe verstehen und ihn ins Herz schließen kann. Jonah und Mara sind ein nettes Gespann, das sich nach und nach immer näher kommt. Gerade für Mara ist es schwierig, den jungen Mann an sich heranzulassen, da sie weiß, dass ihre beste Freundin Sanna ebenfalls etwas für ihn empfindet. Allerdings vertraut sie Jonah und zusammen nehmen sie die Spur nach den mysteriösen Ereignissen des letzten Jahres auf.

Die Geschichte baut sich nachvollziehbar auf. Auf den gut 250 Seiten beschreibt Autorin Simone Veenstra eine gut durchdachte und perfekt inszenierte Handlung, die von der ersten bis zur letzten Seite für glaubwürdige Unterhaltung sorgt. Einziger kleiner Kritikpunkt ist, die an manchen Stellen etwas zu schnell abgehandelten Szenen, die vielleicht ein klein wenig mehr Raum benötigt hätten. Trotzdem hat sie es geschafft, in der Kürze des Buches einen umfangreichen Thriller zu beschreiben, der am Ende keine Fragen mehr offen lässt.

Insgesamt ist das Buch ein gelungenes Werk, das von der ersten bis zur letzten Seite für aufregende Lesemomente sorgt. Die Geschichte ist nachvollziehbar beschrieben, die Charaktere liebenswert dargestellt und die Kulisse um den kleinen Ort, mit seinen ganzen außergewöhnlichen Persönlichkeiten, reizend verkörpert. Während des Lesens ergeben sich immer wieder kleine Überraschungen, die zuvor nicht ersichtlich gewesen sind. Außerdem ist die Suche nach dem Täter wie ein Krimi aufgebaut, wodurch der Leser von Anfang an mit rätseln kann, wer wohl seine Hände mit im Spiel hatte. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung gerade für das jüngere Publikum.

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