[Rezension] Nur dieser eine Sommer - Becky Citra


Verlag: KOSMOS
laminierter Pappband
mit 208 Seiten
ISBN: 978-3-440-14633-0
ab 12 Jahren



Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Ein glücklicher Zufall führt Thea und ihren Vater auf die Lakeview-Ranch. Nachdem sie ständig weiterziehen mussten, darf sie nun den Sommer über auf dem Gut leben und dort neue Freunde kennenlernen. Das fällt Thea sehr schwer, denn sie lebt ein Vagabundenleben. Seit dem Tod ihrer Mutter vor vier Jahren, reist sie von Ort zu Ort, immer dorthin, wo ihr Vater Arbeit bekommt.
Auf der Ranch entdeckt sie ein verwildertes Pferd, das ihre ganze Aufmerksamkeit erhält. Stück für Stück näher sie sich Storm an. Für Thea ist es ein großes Ereignis. Zeitgleich erschüttert sie aber auch eine Nachricht, dass vor 60 Jahren auf der Ranch ein Mädchen verschwunden sein soll. Zusammen mit ihrem Schulfreund Val beginnt Thea nachzuforschen. Eine aufregende Reise  zwischen Gegenwart und Vergangenheit beginnt...

Ein Sommer, der das Leben von Thea für immer verändern wird. Ein Sommer, der einem Mädchen Hoffnung, Freude und Liebe schenkt.

Im Mittelpunkt dieser ergreifenden Geschichte steht Thea, die aus ihrer Sicht die Dinge betrachtet. Sie ist erst vierzehn und muss mit dem Verlust ihrer Mutter und ihrer Heimat alleine zurecht kommen. Ihr Vater ist zwar für Sie da, doch kann er ihr keinen Trost spenden. So muss Thea alleine mit allem fertig werden. Sie ist verschüchtert und hat Angst vor Menschen. Vor dem Pferd Storm hingegen, verspürt sie weniger Angst. Er ist ihr so ähnlich, dass sie ihm unbedingt helfen will. Theas Charakter ist authentisch eingefangen und ihre Emotionen ideal in Szene gesetzt worden.

Die Geschichte hat mehrere spannende und bewegende Handlungsstränge. Zum einen geht es um Thea und ihre persönliche Verarbeitung. Dann das Pferd, das Hilfe benötigt und die langsam wachsende Freundschaft zwischen ihr und Val. Außerdem wird mit einer langen Vermisstenanzeige eine weiter aufregende Fährte gelegt, die für Überraschungen sorgt.

Das Buch liest sich leicht und flüssig. Es ist einfach, sich in Thea hinein zu versetzen und sich ihre Situation vorzustellen. Der Erzählstil ist modern und verständlich gestaltet. Durch kurze Kapitel ist es einfach, das Werk zügig zu lesen. Außerdem ist es mit gut 200 Seiten eine recht übersichtliche Lektüre, die für ein paar interessante Lesestunden sorgt.

Fazit: "Nur dieser eine Sommer" ist ein guter Roman, der den Leser lebendig in eine andere Welt entführt. Dennoch bleibt die Erzählung den Möglichkeiten ein wenig zurück, denn manche Ideen der Autorin hätten ein wenig mehr ausgeschmückt werden können. So entsteht gerade zum Ende hin schnell das Gefühl, das alles fix abgehandelt werden sollte. Dort hätten ein paar zusätzliche Seiten wahre Wunder gewirkt. Ansonsten hat das Buch einen hohen Unterhaltungswert, der durch eine dramatische und aufregende Geschichte überzeugt.

Weitere Informationen zum Buch findet ihr auch auf der Verlagsseite.
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