[Interview] Nadine Erdmann im Gespräch:

Kurz-Interview mit der Autorin von:



Anja: Welcher der 5 Jugendlichen (Jemma / Jamie / Zack / Ned oder Will ) liegt Dir während des Schreibens am meisten am Herzen? Hast Du einen Lieblingscharakter?

Nadine: Das ist eine echt schwierige Frage. Ich mag sie alle sehr gern, deshalb wechsle ich beim Schreiben auch immer mal die Perspektive, und daher steckt natürlich auch in allen fünf sehr viel Herzblut drin.

Ich mag Jemma, weil sie so eine ruhige zurückhaltende Figur ist, die sich viele Gedanken macht und immer erst mal abwartet, aber trotzdem weiß sie sehr genau, was sie will und was nicht und sie hat so eine sanfte Stärke, die ich an ihr sehr mag und die ich sehr gerne schreibe.
Quelle: Autorenseite

Zack hat einen ziemlich sarkastischen Humor und den schreibe ich auch gern. :o) Aber Zack ist nicht nur witzig, er kann auch sehr ernst sein. Und sehr liebevoll. Genau wie Jemma weiß auch er sehr genau, was er will und was nicht, aber trotz seiner Stärke ist er manchmal auch unsicher und verletzlich. Diese verschiedenen Facetten mag ich und so was schreibe ich gern. Außerdem schreibe ich ihn wahnsinnig gern, wenn er Jamie den Kopf geraderückt. ;o)
Jamie ist von allen am schwierigsten zu schreiben. Er ist zwar ein Kämpfer und sehr willensstark und ehrgeizig und will sich nicht unterkriegen lassen, aber ich will ihn auch nicht zum „Superhelden“ machen, denn niemand kann immer nur stark sein. Deshalb hat er eben auch schwache Momente, ist wütend und frustriert und lässt das dann oft an anderen aus. Da ist es manchmal schon kniffelig, beim Schreiben die Balance hinzukriegen, damit er nicht zu weicheimäßig, zu „ich-steck-das-alles-locker-weg“ oder sogar unsympathisch rüberkommt. Die ein oder andere Szene mit ihm kostet da schon manchmal reichlich Nerven, bis sie mir dann endlich passt. Also steckt in ihm vermutlich das meiste Herzblut, weil ich mich mit seiner Figur am meisten auseinandersetzen muss.

Will und Ned hab ich auch sehr gern. In House of Nightmares sind daher auch einige Textpassagen aus ihrer Perspektive geschrieben, was im Mind Ripper noch nicht möglich war, weil es zu viel vom Plot verraten hätte. Jetzt auch aus ihrer Sicht schreiben zu können, ist eine nette Abwechslung. Will ist einfach ein unglaublich liebenswerter Kerl, der für die, die er gern hat, so ziemlich alles tun würde, damit es ihnen gutgeht. Im ersten Teil galt da vor allen Dingen seinem Bruder, jetzt gehören aber auch Jamie und Zack und ganz besonders natürlich Jemma dazu. Ned dagegen ist zum einen sehr selbstsicher, solange er in seinem Metier unterwegs ist. Was CyberGames und ihre Technik angeht, ist er ein absoluter Experte, der sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Im echten Leben ist er dagegen eher zurückhaltend und manchmal ein bisschen unsicher, zum einen, weil er durch seine lange Krankheit oft nicht viel Kontakt zu anderen Menschen hatte, zum anderen, weil er jetzt Angst hat, jemand könnte hinter sein Geheimnis kommen. Dies zwei Seiten an ihm gut rüberzubringen ist eine ähnliche Herausforderungen wie das Schreiben von Jamie, also steckt auch in ihm eine Menge Herzblut drin.
Eine absolute Lieblingsfigur habe ich aber nicht. Ich mag die Unterschiede und Eigenheiten von jedem Einzelnen und ich liebe die Abwechslung, wenn ich entscheiden kann, welche Szene ich aus welcher Sicht schreibe.

Anja: Wird es einen weiteren Teil geben? Oder arbeitest Du aktuell an etwas ganz anderem?

Nadine: Die Fateful Future Reihe wird insgesamt 4 Teile haben und momentan arbeite ich an der Feinplanung von Teil 3. Parallel schreibe ich aber auch noch an einer anderen Geschichte, die nichts mit Jemma und den Jungs zu tun hat.

Anja: Spielst Du in Deiner Freizeit Online-Games? Deine Beschreibungen sind jedes Mal sehr realistisch und spannend gestaltet. Entspringt das Deiner Fantasie oder hast greifst Du auf Basiswissen zurück?

Nadine: Ich hab vor einigen Jahren mal World of Warcraft gespielt und mich auch mal an Guild Wars 2 versucht. Ein bisschen Gaming-Erfahrung und „Basiswissen“ hab ich also schon, aber meistens fehlt mir die Geduld, mich mit Talentpunkten, Rüstungswerten und solchen Dingen auseinanderzusetzen, daher reizen die Spiele mich in der heutigen Form eher nicht so sehr. Aber selbst ein Schwert oder eine Laserpistole in die Hand zu nehmen und loszuziehen, um Rätsel und Geheimnisse zu lösen, da wäre ich sofort dabei. Die Cybergames aus Mind Ripper oder House of Nightmares wären also genau mein Ding. :o)

Vielen, vielen Dank Nadine, für diese tollen Einblicke in Deine Schreiberwelt.
Ich wünsche Dir noch ganz viele neue Leser und bin schon richtig neugierig, was uns im dritten Werk erwarten wird.

Schaut doch einfach mal auf der Autorenseite vorbei.
Nadine hat einen großartigen Blog auf die Beine gestellt,
auf dem ihr mehr über die jungen Helden erfahren könnt!

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