Strawberry Icing - Daniela Blum *****

Gastrezension: starone


238 Seiten
Erschienen im August 2014
ISBN: 978-3-95818-005-5
Preis: € 4,99 (D)



Zum Inhalt:

Antonia Summerfield ist ein reiches Mädchen der High-Society, das alles hat und bekommt was es sich wünscht. Zusammen mit ihren Freundinnen Mac, Cynthia und Valerie sind sie die Shopping-Queens jeder Stadt auf der Welt.

Als einzige Tochter des Immobliliengiganten soll ihr 25. Geburtstag etwas ganz besonders werden und so beauftragt man, wie in diesen Kreisen üblich dafür eine Eventfirma. Geld spielt keine Rolle und den Zuschlag bekommt die Familie Peter Geller, die eine erfolgreiche Eventagentur betreiben und damit auch reich geworden ist.

Leider ist Ben der einzige Sohn und Erbe der Firma, eher an Expeditionen in Peru oder Surfing-Weltmeisterschaften interessiert, als das er sich und seine Arbeitskraft in die Firma einbringen möchte. Ganz zu schweigen von Fotos, die gemacht wurden, die dem Ansehen der Firma schaden könnten und somit Ben Eltern gar nicht gefallen. Zur Strafe muss er, die Geburtstagsfeier von Antonia Summerfield ausrichten in Las Vegas.

Am Flughafen begegnen sich die beiden unter ungünstigen Bedingungen, denn Antonia bekommt einen Schubs von hinten und landet unsanft auf den dreckigen Bodenfliesen der Ankunftshalle des Flughafens. Eigentlich alles nicht so tragisch, wenn Antonia nicht ohnehin schon schlechter Laune hätte und diese schlechte Laune bekommt Ben, der eher ungepflegt mit seinen langen Haaren und der Hornbrille in Antonias Augen wirkt ab.

Unter Beschimpfungen von Seiten von Antonia trennt man sich auf Nimmerwiedersehen, so meint Antonia zumindest. Doch dummerweise stellt sich Ben als Verantwortlicher der Geburtstagveranstaltung heraus, was aber Ziegenbärtchen, der Spitzname den Antonia ihm verpasst hat. Leider auch nicht besser macht. Zumal sich die Geburtstagfeier immer mehr als wandelter Heiratsmarktbörse für die verdutze Antonia herausstellt. Denn ihr Vater will dass sie endlich heiratet und dass es Enkelkinder gibt.

Fluchtartig verlässt Antonia die Party und landet so in einem Club und am anderen Morgen in einem billigem Hotelzimmer mit einem durchaus gut aussehendem Mann und einen Ehering am Finger wiederauf.

Dieser Mann stellt sich als Konditor vor und Antonia bleibt nichts anders übrig als ihrem Ehemann in seine Heimat, einem  verschlafenden Örtchen in Tennessee zu folgen.  Denn ihr Vater Walter, will sie dieses Mal nicht aus ihrem möglichen  Schlamassel befreien. Sondern dreht ihr den Geldhahn zu und so muss die High-Society Schönheit erst einmal mit, denn der Mann macht ihr auch ein Angebot, sollte sie eine bestimmte Zeit in seiner Heimat überstehen würde er von sich und ohne Probleme die Heirat annullieren. Eine junge, verwöhnte  Frau auf High Heels im winterlichen Tennessee. Kann das gut gehen?  Was erwartet Antonia in ihrer neuen Heimat, denn ihr Mann ist ja angeblich Konditor mit zumindest eigenem Laden?


Meine Meinung:

Eine Geschichte à la König Drosselbart und so herrlich in unsere Zeit umgesetzt. Eine zickige, reiche Schönheit wird aus ihrer Umgebung gerissen und lernt plötzlich ein ganz anders Leben kennen. Das auch sie einmal so gehabt hat, bevor der Reichtum und damit der Aufstieg in eine andere Gesellschaftsklasse kam.

Stimmig und liebevoll geht die Autorin Daniela Blum mit ihren Figuren um und zeigt wie sich Antonia langsam verändert und längs verschüttest wieder ans Tageslicht kommt. Was sie eigentlich gut überspielt hat im Laufe der Zeit und ihres Lebens. Viele lustige Stellen lockern, trotz manch ernster Einschläge die Geschichte, aber sehr auf, so dass man mit dem Buch einen netten und angenehmen Nachmittag verbringen kann.

O.K. wer die Geschichte um König Drosselbart kennt, wird auch das Ende kennen. Was ich aber in dieser Beziehung nicht tragisch oder gar schlimm finde. Denn es kommt auf das "wie " in der Folge an und das ist hier einfach schön und liebevoll, herzlich gestaltet.

Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Verlagsseite! 
Vielen Dank starone, für diese schöne Gastrezension.

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