Der Schrei der Zypressen - Heinz-Joachim Simon *****

Gastrezension: starone

Ein Provence-Umwelt-Krimi



Verlag: ACABUS
Klappenbroschur 252 Seiten
ISBN: 9783862822867
Preis: € 14,90 (D)



Zum Inhalt:
Die Geschichte spielt in der Provence in unserer Zeit. Die Menschen leben ein beschauliches und somit auch überschaubares Leben. Kein Stress und keine Hektik plagt die Menschen. Man lebt von Weinanbau und etwas vom Tourismus. Alles könnte so schön sein, wenn der Bürgermeister nicht plötzlich sein Dörfchen aus dem Dornröschenschlaf erwecken will mit dem Bau eines Luxusresort am Rande des Ortes. Genau da wo die Weinberge anfangen  und diese müssten dann weichen. Das bringt die Menschen auf die Barrikarden und die Umweltschützer auf den Plan. Die Fronten in der Dorfgemeinschaft verhärten sich und die Zeichen stehen auf Sturm. Ausgerechnet zu dieser Zeit kommt  nun der Privatdetektiv Peter Gernot aus Berlin in dem Örtchen. Der eigentlich nur seinen Freund und Partner Mario beim Renovieren seines Ferienhauses helfen will.
Plötzlich kommt die Liebe ins Spiel durch die bezauberte Winzerin Ismene und auch die Familie von Peter Gernot hat großen Anteil dran, dass sich Peter von nur Renovierer ziemlich schnell zum Ermittler in eigener Sache mausern muss. Denn ein Umweltschützer wird erschlossen und es tauchen finstere Gestalten in Dorf auf. Wird das Dorf und ihre Bewohner von der globalen Investmentmafia heimgesucht? Als Privatdetektiv nimmt Peter Gernot nun den Kampf gegen die Geschäftemacher und ihre unsauberen Methoden auf.


Meine Meinung:
Hier kommt ein wirklich anspruchsvoll gestalteter Roman. Anschaulich zeichnet der Autor das Jetzt und Heute, schlägt aber auch gekonnt den Bogen zur Vergangenheit im Bezug auf Deutschland und Frankreich, was Einstellung und Ansichten betritt. Quasi auch eine kleine geschichtliche Aufarbeitung, die mir sehr gut gefallen hat und verdeutlich, dass viele Leute immer noch anders denken vom ihrem Nachbarn als die Politiker es gerne hätten. Keiner wird durch den Kakao gezogen, nein der Autor macht es auf die nette und witzige Art. Was mich auch zum Schmunzel gebracht hat, denn trotzdem  ernsten Thema, gibt es immer wieder auch lustige Passagen im Buch. Interessante auch die marktwirtschaftlichen Aspekte im Denken und handeln der Personen. Und die entsprechenden Auswirkungen am Ende.


Eine vielschichtiger Roman, der ein reales Thema und eine Bedrohung unserer Zeit behandelt. Mit einem überraschenden und unerwartetem Ende. Das aber so durchaus stimmig mir erscheint, auch was den Punkt Liebe betrifft. Eine kurze Bemerkung zum Buchpreis. Der hier für meinen Geschmack schon etwas den Rahmen sprengt.  Aber das Cover ist einfach traumhaft. Mit diesem ansprechenden Gemälde im Aquarell Stil. Auch der Einband ist ungewöhnlich, weil zweimal zum Aufklappen und somit qualitative hochwertig, für meinen Geschmack. Und deshalb ist der Preis bei solch einer Aufmachung auch gerechtfertigt, wie ich finde. Überdies übernehme ich gerne die Überschrift vom Klappentext „ein Buch für das Urlaubsgepäck“ – Ja, das stimmt und ich empfehle es auch gerne weiter. Gerne als Urlaubsbuch oder als Geschenk.

Weitere Informationen zum Buch findet ihr auch auf der Verlagsseite!
Vielen Dank starone, für diese Gastrezension!

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