Cobra - Deon Meyer ****

Gastrezension: Leselady


Ein Thriller, der höchste Konzentration vom Leser einfordert, ihn aber mit genialen Figuren belohnt!

Erschienen am 12. September 2014
Gebundene Ausgabe mit 448 Seiten
ISBN: 978-3352006869


Bennie Griessels neuester Fall führt ihn und seine Kollegen zu einem Tatort auf einem Weingut, einem Killer, der über besondere Initialen und eine außergewöhnliche Gravur kommunziert, sowie zu einem gewieften Taschendieb, der definitiv zur falschen Zeit am falschen Ort war.

Als wäre das nicht schon genug der Probleme, muss Bennie immer wieder tief in sich mit seinen eigenen, dunklen Geistern kämpfen und  die Besonderheiten seiner Kollegen ausbalancieren...
Eine explosive Mischung – ein hochbrisanter Fall!


Eindrücke / persönliche Meinung:

Heissa! Was für ein ungewöhnlicher Thriller!

Durch eine angenehm flüssige Sprache, knackig kurze Kapitel und temporeiche Wendungen, versteht es Deon Meyer sehr geschickt, den Leser nur so durch die Seiten fliegen zu lassen.

Wer mich jedoch am meisten begeisterte, war nicht Hauptprotagonist Bennie Griessel selbst, sondern die Charaktere um ihn  herum. Ganz starke Persönlichkeiten, die im Zuge der Ereignisse über sich hinaus wuchsen, sich fantastisch ergänzten, mit- und gegeneinander agierten und denen ich auf jeden Fall wieder begegnen möchte!

In Deon Meyers neuestem Thriller bewegen sich zwei Haupterzählstränge aufeinander zu, bis sie schließlich ineinander münden und  im Laufe der Geschehnisse durch „Nebenschauplätze“ ergänzt werden.

Jedes der kurzen Kapitel endet so spannend, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen möchte.

Aber es gab auch einiges, was mir nicht so gefiel, wie zum Beispiel das ungewöhnlich aufdringliche product placement. Diese geballte Werbeplatzierung, insbesondere von Handys und Autos) habe ich in dieser Intensität überhaupt noch nie in einem Buch erlebt.  Geschickt in die Geschichte integriert, aber dennoch zu maßlos, wie ich finde.

Für mich als Reihen-Quereinsteiger, war der Einstieg in die Geschichte, bedingt durch zahlreiche Namen, Kürzel, Positionen etwas verwirrend. Es brauchte etwas Zeit  all dies zu verinnerlichen, aber Seite um Seite wurde es besser und die Charaktere geläufiger.

Was den  einen oder anderen Erzählfaden betrifft, so wurde nicht alles konsequent gelöst und zu Ende erzählt  – einige Fragen und gewonnene Eindrücke blieben, nach meinem Empfinden,  offen, bzw. gingen völlig unter.

Nichtsdestotrotz habe ich mich bestens unterhalten gefühlt!

Die Bände 1 – 3:
Der Atem des Jägers
Dreizehn Stunden
Sieben Tage

...werde ich gewiss noch lesen,
vor allem weil ich auf ein Wiedersehen mit der
geballten Figuren-Riege hoffe!

Ich bin sehr froh, dieses Buch kennengelernt zu haben und kann es, ungeachtet kleinerer Schwächen, absolut empfehlen!


Vielen Dank für die Gastrezension von Leselady!
Weitere Informationen zum Buch findet ihr auch auf der Verlagsseite.

Kommentare

  1. Hallo und guten Tag,

    O.K. ist jetzt eher eine Serie als ein Einzelbuch, wie mir scheint oder?

    LG..Karin..

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