Die Jägerin (Teil 3) - Nadja Losbohm *****

Vergangenheit und Gegenwart 

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ACHTUNG – SPOILER !!!
Die Inhaltsangabe enthält Angaben, die das Ende des 2. Teils auflösen.

Ada ist wieder da und sofort ist sie in den nächsten verzwickten, übernatürlichen Fall verstrickt. Doch das erscheint in diesem Moment eher nebensächlich, denn ihre Vergangenheit hat sie eingeholt.

Nach dem Angriff des mächtigen Vampirs zum Abschluss der letzten Episode scheint Pater Michael tödlich verunglückt zu sein. Doch schon nach wenigen Augenblicken kehrt das Leben in ihn zurück, denn Adas Lehrer und Liebhaber hat den geweihten Boden der Kirche niemals verlassen. Während der Padre sich erholt, macht sich Ada auf neue Streifzüge durch die Nacht um die Bewohner der Stadt vor dem Bösen zu beschützen.
Ein junger Mann wird von einem Vampir angegriffen und sie eilt ihm zur Hilfe, nicht ahnend, dass es sich bei dieser Person um ihren eigenen Bruder Alex handelt. Schwer verletzt nimmt sie ihn mit in die Kirche und muss sich damit ihren eigenen Erinnerungen an Alex und ihre Kindheit stellen. Alex erholt sich, doch damit beginnt Adas innerer Kampf zwischen Wut, Verzweiflung und Vergebung.

Ada, die Jägerin, mit einer Mischung aus Kim Harrisons Rachel Morgen und Buffy, die Vampirjägerin, ist zurück und schon nach wenigen Seiten wird der Leser in die Geschichte hinein katapultiert und findet sich genau am Ende des zweiten Teils der Reihe wieder.

Auch in diesem Buch legt Autorin Nadja Losbohm viel Wert auf die leicht ironische Denkweise der jungen Hauptprotagonistin und der zusätzlich sehr ernsten Story, die zusammen den Verlauf der mystischen Geschichte um unbekannte Wesen, Ungeheuer und Übernatürliches prägen.
Ada und Pater Michael sind ein sympathisches Duo, das mit jedem Teil der Reihe mehr an Verbundenheit erlangt. Ihre Romanze, gleichzeitig aber auch das unbändige Vertrauen, welches auf jeder Seite deutlich zu spüren ist, wirken aufrichtig und verleihen dem Werk eine natürliche Note. Die Gesamtatmosphäre ist liebenswert, zugleich aber auch spannend und dramatisch.

Inhaltlich ist der Schriftstellerin eine gute Mischung aus den Ereignissen um Adas Vergangenheit, ihrem noch immer schweren Verlust aus dem vorherigen Teil und der Jagd nach einem neuen Wesen, das mächtiger zu sein scheint als alles, was sie bisher bekämpft hat, ideal gelungen. Von der ersten bis zur letzten Seite ist es eine aufregende und fantasievolle Geschichte, die den Leser an die Erzählung fesselt und zum Weiterlesen animiert.

Um diese Geschichte besser verstehen zu können, ist es von Vorteil, die ersten beiden Bände der Reihe gelesen zu haben. Es werden zwar immer wieder kleine Andeutungen auf vorherige Ereignisse gegeben, doch diese sind nicht so reichlich, um alle Zusammenhänge und Adas Gemütswesen vollständig erfassen zu können.

Fazit: Wer die ersten beiden Bücher gelesen hat, wird mit diesem Werk ein großartiges Lesevergnügen erleben. Adas Vergangenheit lässt die junge Frau noch einmal viel lebendiger erscheinen und reißt den Leser regelrecht in die Erzählung um Liebe, Tragik und mysteriöse Spannung. Nadja Losbohm ist mit diesem Buch eine wunderbare Fortsetzung gelungen, die für beste Unterhaltung sorgt und an die Seiten bannt.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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