Eiskaltes Herz - Ulrike Rylance *****

224 Seiten
Ab 14 Jahren
ISBN 978-3-423-71541-6
Erschienen: Juli 2013

Leander und Lena, Lena und Leander. So war es immer und so sollte es auch für immer sein. Bis eines Tages Vanessa auftaucht und Leander verführt.
Zunächst kommt Lena überhaupt nicht damit zu recht, sie wettert gegen die Konkurrentin und macht aus ihrem Hass keinen Hehl. Doch dann kommt es zu einer Katastrophe. Vanessa stirbt und plötzlich glaubt jeder, Lena hätte etwas damit zu tun. Ihre Freunde wenden sich von ihr ab und für Lena beginnt ein  wahrer Alptraum. Dabei hat sie sich doch nur ihren Freund zurück gewünscht.

Schon nach wenigen Seiten ist der Leser ganz in der Handlung um die liebeskranke Lena gefangen und kann mit ihr leiden und bangen. Die Geschichte beginnt langsam und baut sich dann schnell auf. Durch kurze Kapitel wird das Gefühl geweckt, praktisch durch das Buch zu fliegen und die Handlung realistisch mitzuerleben. Aus Lenas Sicht werden die Geschehnisse beschrieben und es wird deutlich, wie verletzt und traurig sie nach der Trennung von Leander ist. Sie ist durcheinander und kann seine Reaktionen nicht verstehen.

Lena und Leander sind zwei sehr sympathische und glaubwürdige Charaktere. Trotz Leanders Vertrauensbruch zu Lena bleibt er nach wie vor eine liebenswerte Person. Wenn auch Lena im Rampenlicht der Erzählung steht, so ist es dennoch leicht, auch Leanders Sicht und seine Beweggründe zu verstehen. Er ist jung und fühlt sich durch Vanessas Avancen bestätigt. Lena hingegen macht eine große Wendung in ihrem Verhalten durch. Erst nach dem Tod von Vanessa wird ihr bewusst, wie hasserfüllt sie auf die Mitmenschen gewirkt haben muss. Manchmal ist es halt doch besser, eher zu schweigen statt zu reden.
 
Das Werk ist in einem handlichen Taschenbuchformat erschienen. Mit gerade einmal 220 Seiten ist es eine ideale Lektüre für spannende Abende. Das Cover wirkt düster und vermittelt einen aufregenden Einruck. Das wird durch die Geschichte perfekt bestätigt. 

Fazit: "Eiskaltes Herz" ist ein spannender und rundum gelungener Jugendthriller.
Mit einer idealen Hauptprotagonistin ist es leicht, sich die Handlung und Ereignisse lebendig vorzustellen und sich ganz auf die Geschichte einzulassen. Der Spannungsbogen zieht sich von Beginn an und steigert sich zum Finale noch einmal enorm. Besonders interessant ist die Vorstellung, dass die Erzählung nicht weit von der Realität entfernt ist. Wie schnell wird schlechtes über Mitmenschen gesprochen und man gerät dadurch selbst in den Fokus, wenn ein Verbrechen begangen wird. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine große Leseempfehlung! 

Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Verlagsseite

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