Die Frauen von der Beacon Street - Katherine Howe ****

Gastrezension: Buchrättin

Verlag: Page & Turner
Originaltitel: House of Velvet and Glass
608 Seiten
ISBN: 978-3-442-20358-1
Preis: € 19,99 (D)

Hier wird die Geschichte von Sibyl erzählt. Der ältesten Tochter des Hauses. Seit ihre Schwester und ihre Mutter beim Untergang der Titanic ums Leben gekommen sind, ist sie der Vorstand der Familie. Ihr Bruder ist ein Mensch, der sein Leben genießt und auch viel Geld beim Spielen verliert. Sibyl wird wohl ihr weiteres Leben ihrem Vater dem Haushalt führen. Aber dann sieht sie ihre Jugendliebe, Professor Benton Derby wieder. Er heiratete damals eine andere Frau, doch diese ist inzwischen verstorben.  Wird es für die beiden ein Happy End geben?  Und welches alte Geheimnis umgibt ihre Familie?

Die  Geschichte spielt vorwiegend im Boston 1915. Es gibt aber auch immer wieder Rückblenden nach China, Shanghai  ins Jahr 1868 und auch auf das Schiff der Titanic, das Leben an Bord vor dem Untergang. Was mir besonders gefiel, war diese Mischung, auf die ich in diesem Buch traf. Da wurde ein wenig von der Titanic Katastrophe erzählt. Es gab diese Parapsychologischen Szenen, mit Wahrsagen, Geisterbeschwörungen, merkwürdigen Vorkommnissen. Und es spielt alles vor dieser historischen Kulisse.  Mich interessiert vor allem die Zeit, Anfang des 20 Jahrhunderts. Die Zunahme der Technisierung, die ersten Automobile, aber auch das Interesse am „ Übersinnlichen“, Leben nach dem Tod, fand ich sehr interessant.

Die Figuren haben mir sehr gut gefallen. Sie sind perfekt ausgeformt und wirken dadurch lebensnah. Der Sohn Harlan, „ein in den Tag Hineinlebender“.  Sibyl- ein wenig resigniert und voller Sehnsucht nach der Anerkennung ihrer Mutter, die diese ihr nie zu Teil werden ließ. Und dann dieser Professor, Derby, intelligent, gutaussehend, sympathisch.  Ebenso haben mir die Beschreibungen gefallen, detailreich  und lebendig, so wird Geschichte hautnah spürbar. Sibyl Mutter, auf Ansehen erpicht, ein großes Interesse an allem Übersinnlichen.

Ich denke man muss sich etwas einlassen auf dieses Buch, die Sprünge zwischen den Zeiten und Personen fordern etwas Konzentration, aber mir hat es trotzdem sehr gut gefallen.

Ein Buch, das ein schönes Kopf Kino auslöste und mich mit nahm nach auf eine wunderbare Zeitreise zum Anfang des 20 Jahrhunderts. Gut gefiel mir auch der Anhang, in dem ein wenig Fakten zur Titanic ebenso  berichtet wurden, wie zu der damaligen Forschung über Parapsychologie.

Ein wunderbares Buch, das ich Liebhabern historischer Romane mit einer Prise Übersinnlichen nur empfehlen kann.

Kommentare

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Och, das ist ja ein bezauberndes Cover! Und dann eine so interessante Zeit. Wenn ich deine Rezension so lese, hätte ich auch große Lust auf diese Zeitreise (und wenn ich mir meinen SUB ansehe... ach, reden wir einfach nicht drüber!) Buch ist gerade auf meinem Wunschzettel gelandet! So! :-P

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