61 Stunden – Lee Child *****

Ein Jack-Reacher-Roman / 14. Roman der Reihe

Verlag: Blanvalet
448 Seiten
ISBN: 978-3-7645-0418-2
Preis: € 19,99 (D)
Erscheinungstermin: 14. Oktober 2013

Als der Bus auf der vereisten Straße zu schleudern beginnt, ahnt Jack Reacher noch nicht, welches neue Abenteuer auf ihn warten wird. Doch zu seinem Unglück bleibt der Reisebus in einem Graben hängen und kann die Weiterfahrt nicht ermöglichen. Die Anwohner des kleinen Städtchen Bolton in South Dakota nehmen die Betroffenen sofort bei sich auf, unter anderem auch Jack Reacher, der durch die Kälte und den Schnee bereits halb erfroren ist.

In Bolton gehen jedoch merkwürdige Dinge vor sich. In der Nähe der Stadt ist vor wenigen Jahren ein Bezirksgefängnis gebaut worden und die hiesige Polizei ist nun für die Sicherheit der Anwohner verantwortlich. Als sich vor kurzem eine Gruppe Biker im Ort niedergelassen hat, die mit Drogen dealt und die Bewohner belästigt, scheint die Polizei schnell überfordert. Bis die alte Dame Janet Salter eine illegale Drogenübergabe beobachtet und so zur Kronzeugin in einem wichtigen Prozess gegen die Biker wird. Doch die örtliche Polizei scheint mit dem Schutz der alten Frau an ihre Grenzen zu stoßen. Reacher bietet seine Hilfe an und steckt kurz danach selbst mitten in der Schusslinie. 

Das Cover, welches der Blanvalet-Verlag verwendet hat, trifft die Kulisse der Handlung optimal. Denn in einer Unmenge von Schnee und Kälte spielt der 14. Roman der Jack-Reacher-Reihe, entsprungen aus der Feder des englischen Autors Lee Child.

Schon gleich zu Beginn erzeugt der Schriftsteller eine lebendige und glaubwürdige Atmosphäre. Mit seinen Worten werden die Erlebnisse Jack Reacher lebendig und nachvollziehbar. Der Spannungsbogen ist bereits nach wenigen Seiten sehr hoch und steigert sich bis zum Ende des Werkes immens. Natürlich liegt dabei das Hauptaugenmerk auf dem ehemaligen Army-Soldaten, der in diesem Buch Kontakt zu seiner alten Einheit aufbauen muss.

Reacher ist ein unverfälschtes Original. Seine Sprüche und Ideen sind unkonventionell und trocken, dennoch begeistert gerade diese Art und Weise den Leser zum Weiterlesen. Es vergeht kaum ein Kapitel, in dem nicht erneut die markante Ausstrahlung des Charakters deutlich wird. Dennoch bleibt er dabei authentisch und sympathisch. Seine selbstgewählten Leitsprüche, die er stets wie ein Mantra wiederholt. spiegeln seine Vergangenheit wider und erlauben dem Leser Einblicke in die Vergangenheit des einsamen Mannes. Neben Reacher gibt es noch eine ganze Reihe interessanter Charaktere, die der Geschichte und Handlung einen idealen Verlauf ermöglichen. Alles zusammen bildet ein nachvollziehbares und unterhaltsames Grundgerüst.

Wichtig ist es zu erwähnen, dass auch Quereinsteiger, die bislang noch keinen Roman von Jack-Reacher gelesen haben, hier ein wahres Lesevergnügen finden werden.  

Fazit: Eine tolle Geschichte, die auch neue Leser begeistern wird. Die Handlung ist logisch und rasant aufgebaut, die Szenerie bildlich und nachvollziehbar geschildert und die Charaktere glaubhaft und realistisch beschrieben. Ein wahrer Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt und den Leser in atemlose Spannung versetzt.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine große Leseempfehlung! Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung!  Vielen Dank an den Blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar und das Vertrauen in mich. 

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