Letzte Ernte - Tom Hillenbrand *****

Xavier Kieffers dritter Fall

ISBN: 978-3-462-04533-8
Erscheinungsdatum: 20. Juni 2013
320 Seiten
Preis: € 8,99 (D)

Gastrezension: Buchrättin


Kieffer ist für mich eine Art kochender „Sherlock Holmes“ mitten in Luxemburg.

Inhalt
Der Luxemburgische Koch Xavier Kiefer freut sich auf seinen Stand auf dem diesjährigen Volksfest. Er wird dort eine Art Puffer, Gromperen zubereiten. Mitten im Geschehen kommt es zu einem Zwischenfall. Ein vermutlich betrunkener, Zahlen vor sich hin murmelnder Mann verwüstet den Laden und wird dann von zwei weiteren Männern mitgenommen.  Kurz darauf findet Xaviers Freundin, Valerie Gabin, einen Schlüsselbund und eine Chipkarte.  Nachdem der Mann kurz darauf Selbstmord begeht und Valerie einen Drohanruf wegen Chips bekommt, beginnt Xavier zu ermitteln. Er taucht ein in die Manipulationen der Börse und der Spekulationen mit Lebensmitteln sowie Rohstoffen.

Meinung
Der vorliegende Band ist schon der dritte Teil des Kochs Kieffer. Ich mag diese Mischung aus Rezepten, Kochen und privatermittlerichen Aufgaben.

Ein Krimi, der nicht in blutigen Details ausschweift, sondern spannend ist und durch die Ermittlungsarbeit hervorsticht, so beschreibt sich dieses Buch am besten. Bekannt Figuren aus den ersten Bänden tauchen auch hier wieder auf, wie z.B. Esteban.

Eingestreut in den Text sind Erklärungen zu Finanzmärkten, Fonds, Spekulationen im Wirtschaftsbereich, aber auch das Aspergersyndrom wird kurz erklärt.  Mir gefiel dieses leichte Abschweifen in den Sachbuchbereich, da es dazu anregt, sich bei Interesse mit diesen Themen näher auseinander zu setzten.  Die Ermittlungsarbeit von Kieffer wird immer wieder unterbrochen von seiner Arbeit als Koch, was den Krimi auflockert und die ironischen Anspielungen im Köche Bereich lassen den Leser vielfach schmunzeln. Das Buch ist auch ein kleiner Reiseführer durch Luxemburg. Die Beschreibungen der Stadt, die Ober und Unterstadt, die Lage… ich hätte mir eine  Übersichtskarte im Buch gewünscht um Kieffers Beschreibungen besser folgen zu können.  Gut gefallen haben mir die kleinen Überraschungen, die während der Ermittlung von Kieffer auftraten.

Für alle Leser, die gern ermittlungstechnische Krimis gemischt mit allerlei Wissen aus dem Nahrungsmittelbereich lesen möchte, genau das Richtige.

Fazit
Ein subtiler Krimi mit eingestreuten leckeren Rezeptideen.  Kieffer ist für mich eine Art kochender „Sherlock Holmes“ mitten in Luxemburg.

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