Tag 7 der Blogtour "Flying Moon"

Heute ist es endlich soweit und ihr seid herzlich eingeladen zur  Blogtour Flying Moon von Karin Bongard.

Vorweg möchte ich euch meine Rezension präsentieren. Es ist ein tolles Jugendbuch, das mir persönlich sehr gut gefallen hat: 


Rezension:
Es ist gar nicht so leicht zu schauspielern, wenn wahre Gefühle im Spiel sind. 

So erlebt es auch die junge Moon. Vor einem Jahr lernt Moon auf einer Party einen mysteriösen Jungen kennen und verbringt ein paar intensive Stunden mit ihm. Nachdem sie jedoch von ihren Eltern erwischt worden sind, sieht sie ihn nicht wieder und kennt noch nicht einmal seinen Namen.
Per Zufall schafft sie es im Jahr darauf zu einer Hauptrolle in einer Film-Produktion. Auf der Reise nach Leipzig lernt sie die Crew besser kennen und auch ihre Schauspielkollegen. Doch was Moon nicht ahnt, ist, dass sie mit ihrem Partner für die Liebesszenen bereits bestens vertraut ist.

Zarte Liebe, der Versuch aufrichtig zu sein und Schmetterlinge im Bauch.

Moon ist ein sympathischer Charakter, der auch gerne mit dem Kopf durch die Wand will. Jedoch ist sie dabei liebevoll und taktvoll. Sie weiß genau, wie sie in den Situationen zu reagieren hat und scheint mit sich selbst im reinen zu sein. Doch als sie Lasse, den Jungen aus ihrer Vergangenheit und ihren Schauspielpartner wieder sieht, steht ihre Welt Kopf. Kennt er sie überhaupt noch? Und wenn ja, war das alles nur ein Spiel für ihn oder mag er sie wirklich?

Lasse hingegen ist ein mysteriöser junger Mann, der seit Kinderbeinen an im Film und Fernsehen zu Hause ist. Er ist beliebt und kann sich die Mädchen an seiner Seite aussuchen. Als er Moon kennen lernt, ist auch für ihn nicht mehr alles so einfach, wie zu vor.

Mit leichten Worten erschafft die Autorin Katrin Bongard eine wunderbare realistische Atmosphäre, die nahezu greifbar ist. Sehr detailliert taucht der Leser in die Film-Produktion ein und kann bildlich die Vorgänge vor Ort miterleben. Die beiden Hauptprotagonisten werden glaubhaft und mit viel Hingabe beschrieben und bilden zusammen ein bezauberndes Pärchen. Wenn die Geschichte auch aus Sicht von Moon beschrieben wird, so bleibt Lasse jedoch nicht farblos. Denn auch seine Gefühlswelt steht auf dem Kopf.

Der Handlungsstrang ist sehr gut ausgearbeitet und logisch aufgebaut. Die Vorgänge werden sinngemäß und lebendig erzählt. Dabei steht natürlich das Liebesdrama im Mittelpunkt. Jedoch nimmt die Autorin auch schwere Themen mit auf. So muss sich Moon auch nach der Trennung ihrer Eltern mit den neuen Lebensumständen auseinander setzen und ihrem Bruder Lion regelmäßig aus Schwierigkeiten helfen.

Fazit: Ein Geschichte, die sich nicht nur für Jugendliche, sondern auch für junge Erwachsene eignet. Schon nach wenigen Seiten fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Handlung zieht den Leser regelrecht in seinen Bann. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung "Lasse" und die neuen Ideen, die die Autorin mit einfließen lassen wird.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine große Leseempfehlung! 
***************

Und dann gibt es auch noch ein kleines Highlight. Für alle, die es nicht erwarten können!

Ein kleiner Auszug aus dem Folgeroman zu Flying Moon "LASSE"!

Ich lag auf einem Bett in einem Hotelzimmer in München und hatte die Vorhänge zugezogen, obwohl draußen die Sonne schien. Am liebsten hätte ich geschlafen bis die Filmpremiere begann. Alles ging mir auf die Nerven. Hatte ich das denn schon immer gehasst? Den roten Teppich, die Fotografen, das Schauspielern? Nein. Den roten Teppich, die ganze Aufmerksamkeit - vielleicht. Aber nicht das Schauspielern.
Ich konnte mich noch genau an meinen ersten Tag an einem Filmset erinnern. Damals war ich ungefähr sechs. Mein Vater drehte in Hamburg und Ole hatte eine kleine Rolle, er spielte den Sohn des Hauptdarstellers. Damals dachte ich natürlich, er hätte eine sehr große Rolle und dass mein Vater der berühmteste Regisseur aller Zeiten wäre. Ein Gott. Er hatte einen eigenen Stuhl mit seinem Namen darauf, eine Assistentin, die ihm Kaffee brachte und alle, wirklich alle am Set gehorchten ihm. Selbst meine Mutter, was eigentlich nicht möglich war. Ganz klar, mächtiger konnte man nicht sein. Und ich war vollkommen fasziniert davon, was in diesem Universum alles möglich war. Ein Praktikant führte mich herum und zeigte mir das Set. Die Wohnwagen, in denen die Schauspieler in den Pausen warteten, den Cateringwagen, an dem ich einen Kakao bekam, den Maskenbus, wo eine Maskenbildnerin mir einen Schnurrbart anklebte. Es war einfach das Paradies. Wie ein großer Spielplatz. In einer Drehpause durfte ich durch die Kamera schauen. Sie war auf einen Steiger gebaut und lag wie ein abgeschlagener Drachenkopf am Boden. Der Kameramann fragte mich, ob ich mal hochfahren wollte. Natürlich! Er setzte sich auf seinen Kamerastuhl, nahm mich auf den Schoß und wir fuhren ganz langsam hoch. Weit nach oben. Ole war natürlich eifersüchtig. Kein schlechtes Gefühl. Endlich beneidete er mich einmal um etwas.

Immer, wenn ich mich daran erinnere, an das nach oben Gleiten, die Menschen, die unter uns immer kleiner wurden, die Wohnwagen, die auf einmal wie Spielautos aussahen, das Gefühl in meiner Brust - eine Mischung aus Angst und Euphorie - weiß ich wieder, warum ich immer an ein Filmset wollte. Um dieses Gefühl zu spüren, das Gefühl, dass alles möglich ist, und ich mich in alles und jeden verwandeln kann.

Alle weiteren Infos dazu könnt ihr auf der Verlagsseite erfahren!

Und heute habt ihr bei mir die Möglichkeit, Karin Bongard eure Fragen zu stellen. Sie wird den ganzen Tag live dabei sein und sie euch beantworten. Darauf freue ich mich schon sehr und ich hoffe, dass ihr alle daran teilhaben werdet und fleißig Fragen stellt! 

Denn zu gewinnen gibt es auch etwas:
Für alle, die bei der Blogtour mitgemacht haben gibt es am letzten Tag der Tour bei Ka-Sa`s Buchfinder 1 Tasse vom Red Bug Verlag und 5 Romane "Flying Moon" von Karin Bongard zu gewinnen. Es lohnt sich!   












Ich freue mich schon sehr auf euch und Katrin und bin gespannt, was ihr euch einfallen lasst!

Eure Anja

Kommentare

Das könnte auch interessant sein...

[Rezension] Unter der Sonne nur wir - Robin Lyall

[Rezension] Einzig - Kathryn Evans