Panämonium - Alexander Odin ***

Die letzte Gefahr

Verlag: BasteiLübbe
Preis: € 8,99 (D)
Taschenbuch
413 Seiten
Ersterscheinung: 15.02.2013
ISBN: 978-3-404-16741-8

Erst vor einem Jahr hat Naomi ihren Vater verloren und nun muss sie mit ihrer Mutter in einen Berliner Plattenbau ziehen, da sie sich die Miete für die alte Wohnung nicht mehr leisten können. Aus dem 22. Stockwerk beobachtet Naomi ihre Nachbarn mit einem Fernglas und macht sich Notizen in ihrem Tagebuch. Zu jeder Person schreibt sie Berichte und hält alles fest. Als sie mit ansieht, wie ihre Nachbarin sich stark verändert, nimmt Naomi die Spur auf und geht den Anzeichen auf den Grund. Was steckt wirklich dahinter?

Das Cover ist ein wahrer Blickfang, das Neugierde weckt und Spannung verbreitet. Doch wenn der Leser hinter die Worte des Debütautors schaut, fällt es nicht immer leicht, der Geschichte und Handlung zu folgen. Trotz eines sehr guten Starts der Erzählung schafft er es leider nicht, die Dramatik zu halten. Erst in der zweiten Hälfte des Buches wird es wieder ein wenig packender, doch bis dahin heißt es durchhalten.

Naomi selbst kann leider auch nicht ganz überzeugen. Wenn sie auch liebevoll dargestellt wird, so schafft sie es nicht den Leser in ihren Bann zu ziehen und bleibt ein wenig farblos. Ihre Wechsel zwischen Gegenwart und den Erinnerungen einer vergangenen Zeit werden spielerisch mit eingebaut und geben einen zusätzlichen Überblick über ihre Beweggründe und Motive. Jedoch vermittelt der Roman durch den jungen Charakter teilweise den Eindruck eines Jugendromans und weniger eines Endzeit-Thrillers.

Die Idee hinter der Geschichte ist vielversprechend. Berlin steht vor der größten Katastrophe der Menschheit. Ein Virus breitet sich aus und befällt die Menschen. Morde und Verwüstung nehmen den Alltag ein und ein normales Leben scheint nicht mehr möglich. Denn die Seuche breitet sich schnell aus.

Fazit: Ein Buch, das mich leider nicht erreicht hat. Sicherlich bietet es eine interessante Story, durch die Ausbreitung einer Pandemie, doch es überzeugt nicht ganz. Die Protagonisten bleiben oberflächlich und bieten wenig Tiefe. Alles ist blutig und böse, eine Hoffnung gibt es kaum. Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, sollte selbst einen Blick auf die Katastrophe über die Hauptstadt werfen. Von mir gibt es schwache 3 von 5 Sternen. 

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