Im Fadenkreuz des Zweifels - Irene Hannon *****


Während seiner allmorgendlichen Joggingtour begegnet der FBI-Agent Mark Sanders seiner Jugendliebe Emily Lawson. Doch die Wiedersehensfreude währt nicht lang, denn ein Heckenschütze schießt auf die Beiden. Dank Marks Ausbildung gelingt es ihm, Emily trotz eines Streifschusses zu retten und das FBI zu informieren. Doch die Angst bleibt, wer hat geschossen? Und wer war das eigentliche Ziel? Während der nächsten Zeit bekommt Emily Schutz vom FBI zugewiesen und auch Mark darf sich Coops Gesellschaft erfreuen. Die Ermittlungen beginnen, doch der Schütze hat seine Spuren sehr gut verwischt.

Trotz der Gefahr hat die Situation auch etwas schönes, denn so können sich Mark und Emily nach gut zwanzig Jahren wieder etwas besser kennen lernen. Doch Emily ist voller Zweifel, ob sie Mark eine Chance geben soll. Hat sie doch erst vor einigen Jahren ihren Mann bei einem Einsatz der Feuerwehr verloren. Und Mark übt ebenfalls einen sehr gefährlichen Job aus. Kann sie erneut auf die stetige Ungewissheit einlassen?

Mark hingegen ist sich schnell bewusst, dass er mehr für Emily empfindet und erhält freundschaftliche Ratschläge von seinem Kollegen Coop, der inzwischen verheiratet ist und auf den ersten Nachwuchs wartet. Womit Mark hingegen seine Probleme zu haben scheint, ist Emilys unerschütterliches Vertrauen in Gott. Trotz des schweren Schicksalsschlags hält sie am Glauben fest und besucht regelmäßig den Gottesdienst. Doch noch ehe er sich darüber Gedanken machen kann, kommt es zu einer heiklen Situation und in diesem Moment stellt auch Mark fest, wie viel Kraft er aus einem Gebet schöpfen kann.

Die beiden Hauptprotagonisten werden durch die Worte der Autorin sehr bildlich und lebendig beschrieben. Ihre humorvollen Dialoge und die passende Handlung geben der Erzählung einen spritzigen und auflockernden Eindruck. Dabei wirken die Charaktere dennoch der Situation entsprechend realistisch und vermitteln einen glaubwürdigen Anblick. Auch in diesem Werk darf der christliche Bezug nicht fehlen. Hierbei ist der Schriftstellerin ein weiteres Mal der dünne Spagat beim Erzählen wunderbar gelungen. Die sanften Andeutungen bezüglich des Glaubens werden logisch in die Handlung integriert und dezent wiedergegeben.

Der kriminalistische Aspekt kommt auch in diesem Roman nicht zu kurz. Durch die Frage nach dem Schützen und dem eigentlichen Ziel wird unterschwellig die Spannung gehalten und begleitet den Leser durch die ganze Geschichte. Zusätzlich fällt es leicht, mit Emily und Mark einen guten Bezug aufzubauen. Die beiden bilden ein sympathisches Pärchen, das sich schnell in das Herz des Lesers stiehlt.

Fazit: Romantisch, spannend und sehr glaubhaft. Zwei überzeugende Charaktere und eine solide Handlung bieten dem Leser beste Unterhaltung. Große Empfehlung!  

Kommentare

  1. Jetzt ärgere ich mich das ich mich für die Bücher nicht beworben habe ;o)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Das könnte auch interessant sein...

[Rezension] Fair Catch - Liora Blake

[Rezension] The Contract - Melanie Moreland