Cambion Chronicles 01 "Violett wie die Nacht" – Jaime Reed ****


Caleb ist ungewöhnlich und das nicht bloß wegen seiner violetten Augen. Ständig hängen die Mädchen an ihm wie Kletten, kaum ein Tag vergeht ohne eine neue Freundin in seinen Armen. Samara beobachtet den jungen Mann schon seit einer Weile, denn sie arbeiten den Sommer über gemeinsam in einer Buchhandlung. Doch seine Anziehung scheint auf sie nicht abzufärben, denn Sam hält den smarten Jungen für einen einfachen Frauenhelden.

Kurz darauf wird eine junge Frau mit Herzversagen gefunden und Sam ist sich sicher, dass sie erst kurz zuvor noch mit Caleb zusammen gewesen ist. Kann das sein? Und warum beginnt plötzlich Caleb Interesse an ihr zu bekunden? Er lädt sie zu einem Ausflug in einen Freizeitpark ein und Sam wagt es, dieser Verabredung eine Chance zu geben. Doch auch dort kommt es zu seltsamen Fällen von Herzanfällen unter jungen Frauen? Hat Caleb damit etwas zu tun?

Äußerst mysteriös und geheimnisvoll beginnt der Auftakt zur neuen Fantasy-Reihe "Cambion Chronicles". Mit einer sehr modernen und jugendlichen Sprache erzählt Jaime Reed aus Samaras Sicht die Eindrücke, die sich in ihrer Welt ergeben. Dabei ist Samara nicht dumm oder naiv, eher vorsichtig und dennoch voller Neugierde. Als Kind einer weißen Frau und eines farbigen Vaters fühlt sie sich in keiner Welt zu Hause, erst durch den Einfluss von Caleb scheint sich ihr Bild ein wenig zu verändern.  Nachdem sie sich auf das Abenteuer Caleb einlässt, ahnt sie noch nicht, was noch alles auf sie zukommen wird. Caleb hingegen ist fest entschlossen, Sam näher kennen zu lernen. Er mag das 17jährige Mädchen, fühlt sich zu ihr hingezogen. Liegt es vielleicht an der Tatsache, dass Sam die einzige zu sein scheint, die nicht hoffnungslos in seinen Bann gezogen wird?

Durch eine sehr erfrischende und leicht ironische Erzählweise erhält der Leser schnell Einblicke in die Geschehnisse und kann sich alles sehr bildlich und lebendig vorstellen. Die beiden Hauptprotagonisten stehen selbstverständlich im Vordergrund der Erzählung. Dabei gibt es noch eine Vielzahl von Charakteren, die ebenfalls wichtige Rollen im Gesamtbild einnehmen. Die Romanze zwischen Samara und Caleb wird zwar romantisch beschrieben, jedoch hat die Autorin auf sämtlichen Kitsch verzichtet und den beiden eine sehr bodenständige Haltung vermittelt.

Zunächst beginnt die Handlung recht simpel, doch nach und nach baut sich immer mehr Spannung auf und endet zum Schluss in einem großen Finale. Glücklicherweise hat Jaime Reed auf einen Cliffhanger verzichtet, so dass es zwar die Neugier auf die Fortsetzung schürt,  den Leser aber mit einem positiven Abschluss entlässt.

Fazit: Durchaus spannend, romantisch und mit jeder Menge Fantasy versehen. Wenn die Sprache auch sehr jung ist, bietet sie dennoch gute Unterhaltung und bereitet Freude beim Lesen. Ein gelungener Auftakt, der nach mehr verlangt! 

Kommentare

Das könnte auch interessant sein...

[Rezension] Mein Dilemma bist du - Cristina Chiperi

[Info] Merlins Bücherkiste hat Nachwuchs erhalten...