Wir beide, irgendwann - Jay Asher & Carolyn Mackler ****


Wenn aus Freundschaft Liebe wird?

1996 - Josh ist schon lange in Emma verliebt, seine beste Freundin. Die beiden sind nicht nur Nachbarn, sondern auch seit Kindertagen eng befreundet. Allerdings kann sich Emma so gar nicht an den Gedanken, in Josh mehr als ihren besten Freund zu sehen, gewöhnen und stößt diesen von sich.

Als Emma sechs Monate später durch einen Zufall ihre erste CD-Rom auf dem Computer installiert, hat sie Zugriff auf ihr Facebook-Profil im Jahr 2011, also 15 Jahre in der Zukunft. Doch Emma gefällt es gar nicht, was sie dort sieht. Sie ist unglücklich, ihr Mann ist seit drei Tagen verschwunden und sie ist arbeitslos. Und was noch schlimmer ist, Josh ist mit dem begehrtesten Mädchen der Highschool verheiratet.

Josh versucht seinen Fehler wieder gut zu machen und bleibt mit dem nötigen Abstand Emmas Freund. Dennoch fällt es ihm schwer, Emma nicht seine wahren Gefühle zu offenbaren, da er Angst vor Verletzungen und Demütigungen hat. Emma selbst ist ein wenig verkorkst, da sie nicht an die große Liebe glaubt. Sie genießt ihr Zusammensein mit einem Jungen, ohne ihm wirklich nah zu sein und stößt ihn lieber von sich, wenn es zu ernst werden könnte. Kein Junge könnte sie wirklich verstehen, denn seit der Scheidung ihrer Eltern weiß Emma, dass Liebe nur ein Wort ist, das nichts beinhaltet.

Schon das Cover ist ein richtiger Blickfang. Bunt, lustig und mit viel Gefühl. Genau das haben die Autoren mit dem Buch ausgedrückt und damit eine wunderbare Jugendgeschichte geschrieben. Die beiden Hauptprotagonisten sind durch die wechselnde Erzählperspektiven glaubhaft und lebendig beschrieben. Ihre Reaktionen und Handlungen sind zu jeder Zeit nachvollziehbar und realistisch. Auch die Nebencharaktere, die ebenfalls genügend Platz in der Erzählung einnehmen, werden sehr bildlich und mit vielen Sympathien beschrieben.

Durch kurze Kapitel und eine leichte Erzählweise ist dieses Buch genau richtig für Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsene. Es spricht von der ersten großen Liebe und ihre Sorgen und Ängste. Das Buch beinhaltet keinerlei Obszönitäten oder intime Details, es ist eine erfrischende Lektüre, die den Leser ergreift und sich gleich ins  Herz spielt.  

Seit dem Roman "Tote Mädchen lügen nicht" ist der amerikanische Autor Jay Asher in Deutschland bekannt. Zusammen mit der New Yorker Schriftstellerin Carolyn Mackler ist ihnen mit "Wir beide, irgendwann" das erste gemeinsame Werk gelungen.

Fazit: 
Mit zwei überaus sympathischen Charakteren ist es den beiden Autoren gelungen, eine spritzige und seichte Liebesgeschichte zu schreiben, die bewegt, amüsiert und sich leicht und flüssig liest.

Kommentare

Das könnte auch interessant sein...

[Rezension] Fair Catch - Liora Blake

[Rezension] The Contract - Melanie Moreland