Department 19 "Die Mission" - Will Hill ***

Zum Inhalt:
Zu Beginn ahnt der 16jährige Jamie Carpenter noch nicht, welche Abenteuer letztendlich auf ihn warten werden. Denn zunächst muss er sich mit dem gewaltsamen Tod seines Vaters auseinander setzender, der vor zwei Jahren vor den Augen seines Sohnes erschossen wurde. Julian Carpenter wurde als angeblicher Verräter exekutiert und nun muss Jamie mit den Folgen dieser Tat leben. Bis Jamie plötzlich Besuch von einer Vampirin bekommt, die dem Jungen nicht nur schöne Augen macht, sondern ihn eigentlich töten soll.

Zum Glück schafft es das Monster Viktor Frankenstein, den Jungen zu retten. Doch zuvor hat bereits der zweitälteste Vampir der Welt, Alexandru, Jamies Mutter entführt. Frankenstein schafft es, das Vampirmädchen Larissa festzunehmen und begleitet nun Jamie zu seiner neuen Aufgabe in das Department 19, dem Schwarzlicht, einer Organisation, die sich auf die Vernichtung der Vampire und bösartigen Wesen versteht. Sein Vater war lange für dieses Department tätig und wurde schließlich durch seine Mitstreiter getötet.
Mit dem Charakter Jamie Carpenter ist dem Autor ein junger Mann gelungen, der auf den ersten Blick sympathisch erscheint und noch ein wenig wankelmütig im Leben steht, doch der tief unter seiner traurigen Fassade ein wahres Naturtalent als Vampirjäger besitzt. An manchen Stellen kann der Leser sich sehr gut in die Gefühlswelt von Jamie hineinversetzten, jedoch sind seine Emotionen und Beweggründe nicht immer ganz nachvollziehbar.

Neben Jamie spielen auch andere Protagonisten sehr wichtige und interessante Rollen. So versteht sich Viktor Frankenstein als sein persönlicher Beschützer. Einige Soldaten des Department 19 stehen Jamie jedoch zunächst mit vielen Zweifeln und Argwohn gegenüber. So auch der Techniker Tom Morris, dessen Familie seit Generationen für das Department tätig ist. Und zu guter Letzt das Vampirmädchen Larissa, die mehr für Jamie zu empfinden scheint.

Meine Meinung:
Mit einer sehr leichten Erzählweise schafft es der Autor den Leser gleich zu Beginn der Story zu fesseln und verbindet spielerisch in seiner Ausführung die vergangenen Ereignisse mit der Gegenwart. Immer wieder werden, in farblich getrennten Abschnitten, die früheren Abenteuer der Gründer vom Department 19 erzählt. So blickt der Leser hinter die Kulissen und kann damit den Zusammenhang der Organisation gut verstehen.
Die Charaktere sind originell und lebendig beschrieben, ihre Handlungen nicht immer ganz überzeugend, dafür mit viel Spannung und Dramatik versehen.

Die Idee, alle mystischen Wesen in einem Roman zu vereinen und mit dem Department 19 von einer einzigartigen Organisation zu berichten, die allen Fabelwesen entgegen tritt, ist dem britischen Autor Will Hill in seinem Debüt plausibel gelungen. Einzig durch den jungen Jamie Carpenter hat die Glaubhaftigkeit in der Handlung etwas gelitten. Seine plötzliche Veränderung und dem in wenigen Stunden entfachtem Talent erscheinen unlogisch. Auch seine Beziehung zu der Vampirin Larissa wirkt etwas zu durchsichtig.
Außerdem fällt es schwer, das Buch zu kategorisieren. Es enthält mystische Grundzüge, die Handlung entspricht eher einem Jugendroman, die blutigen Szenen vermitteln den Charakter von Horror.

Mein Fazit:
Eine leichte Lektüre, die gut ausgearbeitet ist und viel Potential beinhaltet. Wenn auch nicht immer ganz nachvollziehbar, so kann das Buch gut unterhalten und wird sicher eine große Fangemeinde finden.   

Kommentare

  1. Hallöchen :)
    Ich glaube das Buch ist nicht so wirklich was für mich...
    Ich habe dir übrigens einen Award verliehen!
    http://buecherwurm2punkt0.blogspot.de/2012/09/geblubber-und-award.html
    Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche!

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