Die Hexe und der Leichendieb - Helga Glaesener ****


Zum Inhalt:
Sophie ist noch sehr jung, als sie mit dem brutalen Marsilius verheiratet wird. Schon kurz nach der Hochzeit wird Sophie schwanger und muss sich in ihr Schicksal fügen, denn Marsilius schließt Sophie immer weiter aus seinem Leben aus und teilt das Bett nur noch mit der boshaften Hexe Edith. 

Zeitgleich nimmt Marsilius den angeblichen Mörder von Heinrich von Elverfeldt gefangen und foltert diesen. Marx von Mengersheim  wird zum Tode verurteilt und soll auf dem Hof der Wildenburg hingerichtet werden.  Doch Marx kann entkommen und Sophie hat unplanmäßig Anteil an der Flucht. Damit beginnt eine unerbitterte Jagd nach dem Ganoven Marx, der Marsilius immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
 
Als die Geburt von Sophies Kind ansteht, schreitet die Hexe zur Tat und versucht, Sophie aus der Wildenburg zu vertreiben, um selbst neben Marsilius herrschen zu können. Sophie muss ihr Kind unter grauenhaften Bedingungen zu Welt bringen und bekommt unerwartet Hilfe von Julius Drach. Der Advokat selbst ist auf der Suche nach Marx, da er ihn nach dem Mord an Heinrich befragen möchte.

Julius bringt Sophie zu ihren Eltern in Sicherheit, doch auch dort taucht Marsilius auf. Sophie muss wieder flüchten und dabei ihr Kind Marsilius überlassen. Anschließend sucht sie Schutz bei Marx und bittet ihn, ihre Tochter für sie zurück zu holen.

Meine Meinung:
Auf 412 Seiten erzählt die Autorin Helga Glaesener einen lebhaften, historischen Roman, der sich mit dem Dreißigjährigen Krieg und der Hexenverbrennung beschäftigt. Es spielen eine ganze Reihe von Charakteren wichtige Rollen, so sind neben Sophie und Marx auch Pater Ambrosius, Julius, Marsilius und Edith starke Persönlichkeiten, die das Buch nachhaltig prägen.

Die Geschichte selbst liest sich flüssig, die Erzählweise ist angenehm. Die Protagonisten sind authentisch beschrieben und geben ein gutes Bild ab. Der Handlungsstrang wirkt zu Beginn ein wenig zäh, verbessert sich allerdings im Verlauf des Buches und bildet einen guten Abschluss. Viele Szenen sind sehr brutal beschrieben und verdeutlichen die harten Bedingungen der damaligen Zeit.

Mein Fazit:
Ein Buch, das einen guten Einblick in die Historie bietet und den Leser fordert. Nicht immer ganz nachvollziehbar, dafür mit einer sehr schönen Geschichte, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. 

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