Das Haus in der Löwengasse - Petra Schier *****


Zum Inhalt:
Pauline Schmitz hat schon einiges erlebt, doch auf das, was sie in Köln erwartet, war sie nicht vorbereitet. Nachdem sie Bonn überstürzt verlassen musste, tritt sie nun in Köln eine Stelle als Magd im Hause Stein an. Dabei hat sie eine gute Ausbildung genossen und würde gerne als Gouvernante tätig sein. Doch dazu hat sie einfach zu viel Angst, denn ihr letzter Arbeitgeber ist Pauline zudringlich geworden und sie musste sich seinem Willen beugen.

Der smarte Wittwer Julius Reuther lebt sehr zurückgezogen. Einzig sein Diener Jakob scheint einen Weg gefunden zu haben, mit seinem Herrn sprechen zu können. Julius Kinder, Ricarda und Peter, leiden sehr unter dem wortkargen Mann, der sich nur um seine Fabrik kümmert und den Haushalt völlig vernachlässigt. Als Julius im Hause Stein der jungen Pauline über den Weg läuft, ist es jedoch um ihn geschehen. Er holt Erkundigungen über die junge Frau ein und schafft es mit einer List, sie zu seiner Gouvernante zu machen und damit in das Haus in der Löwengasse zu holen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten schafft es Pauline mit den Kindern und dem Haushalt von der Familie Reuther zu Recht zu kommen. Doch schon nach kurzer Zeit drohen neue Probleme. Die Fabrik von Julius Reuther steht vor dem finanziellen Ruin. Nur die Heirat mit der Tochter des Hauses Oppenheims und die damit verbundene Mitgift scheinen diese aussichtslose Situation abwenden zu können. Doch Julius Herz schlägt schon längst für Pauline. Kann es ein Entkommen aus dieser Misere geben und finden die beiden Liebenden doch noch zusammen?

Meine Meinung:
Mit dem inzwischen zehnten Roman der Autorin Petra Schier ist ihr wieder ein wundervolles Werk geglückt. Die Zeilen lesen sich ganz leicht und schon nach wenigen Seiten möchte der Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mit einer sehr sympathischen Hauptprotagonistin, die sich erst noch ihren Ängsten aus der Vergangenheit stellen muss, ist es der Autorin gelungen, von Beginn an eine sehr spannende und zugleich romantische Geschichte zu kreieren. Auch der Familienvater Julius Reuther macht einen sehr bildlichen Eindruck. Sein Charakter ist ein wenig dunkler, denn auch er muss noch mit einigen Dingen aus seinem früherem Leben abschließen, ehe er sich auf etwas Neues einlassen kann.

Der Handlungsstrang ist sehr ausgeprägt und real geschildert. Von Beginn bis zum Schluss sind die Handlungen der Charaktere nachvollziehbar und menschlich beschrieben. Das Cover zum Buch gibt einen schönen Einblick auf den Eingang zum Haus in der Löwengasse, das als eigentlichen Handlungsort auserkoren wurde.

Mein Fazit: 
In diesem Buch ist einfach alles vorhanden, was ein guter Roman braucht. Historische Zeiten, große Schicksale und die richtige Dosis Romantik. Große Leseempfehlung! 

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