Der Fall Jane Eyre - Jasper Fforde ***

Zum Inhalt:
Thursday Next ist Agentin der SO27, einer Spezialeinheit für Kunstdiebstähle oder Fälschungen. Bei einer sehr wichtigen Operation bekommt sie die Möglichkeit in die SO5 aufzusteigen und dort an einem sehr wichtigen Fall mitzuarbeiten.

Die Geschichte spielt in England, obwohl die Handlungen fiktiv erfunden wurden, kann der Leser sich gut in die Atmosphäre einfinden und dem Verlauf der Geschichte folgen, jedoch erst nach den ersten 50 bis 60 Seiten, denn zuvor rudert jeder Betrachter hilflos zwischen den Seiten hin und her. Gleich zu Beginn wird auf den Krim-Krieg hingewiesen, der schon hundert Jahre andauert. Die Möglichkeit, die Zeit zu überlisten und sich durch die verschiedenen Epochen zu bewegen, wird durch das plötzliche Erscheinen von Thursdays Vater in einem Café gleich zu Beginn verdeutlicht.
Im Verlauf der Geschichte wird der Bezug zu Jane Eyre erkennbar, denn Thursday bekommt die Gelegenheit, in dem Roman nach dem Verbrecher Acheron Hades zu suchen. Sie taucht in die Zeit um Jane und Rochester ein und erlebt ein spannendes Abenteuer auf Thornfield Hall.    

Meine Meinung:

Durch die Erzählung aus Thursdays Sicht ist der Leser hautnah am Geschehen. Thursday Next ist eine sehr engagierte junge Frau, die mit vielen Dingen aus ihrer Vergangenheit belastet ist und durch eine persönliche Beziehung zu Hades die perfekte Agentin ist. Sie allein weiß, wie er aussieht und kann damit die Verfolgung aufnehmen. Auch ihr Privat- und Liebesleben ist noch ungewiss, so trauert sie noch sehr um ihre verlorene Beziehung zu Landon.

Auch wenn ich jetzt nicht sagen kann, dass mich das Buch total begeistert hat, so kann ich dennoch bedenkenlos jedem Fantasy-Leser empfehlen. Eine sehr skurile Geschichte, eine sympathische Hauptprotagonistin und viele verrückte Ideen, gesammelt in einem guten Auftakt zu einer ganzen Reihe von Jasper Fforde.

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