Gottes Fälscher - Günter Ruch *****


Zum Inhalt:
Fulda 1150. Eberhard wächst als zweitgeborener Sohn des Bauernmeisters Hinkmar auf. In seinem Dorf Gisel fühlt er sich wohl, er liebt seine Sandkastenfreundin Gertrudis und ist stolz auf seinen großen Bruder Walther. Bis eines Tages der Mönch Dudo ins Dorf kommt und sich ausgerechnet Eberhard als seinen Nachfolger aussucht. Schon wenige Tage später findet sich Eberhard in der Klosterschule zu Fulda wieder und lernt dort lateinische Schriften zu lesen, zu schreiben und auch zu fälschen. Zu Anfang kann Eberhard noch viel Profit aus seinen Arbeiten ziehen, doch schon bald ziehen dunkle Wolken auf und Eberhard muss nicht nur um sein eigenes, sondern auch um das Leben der Menschen fürchten, die er liebt.

Meine Meinung:
Das Buch des Autors Günter Ruch umfasst auf 475 Seiten eine sehr detaillierte Erzählung, die anschaulich und chronologisch perfekt aufeinander abgestimmt ist. Der Hauptprotagonist Eberhard von Gisel ist zunächst ein wenig naiv und gutgläubig, doch im Verlauf der Geschichte zeigt er viele verschieden Facetten seines Charakters, die schließlich in einer starken Persönlichkeit enden.  Seine große Liebe Gertrudis ist für ihn ein Lebenswegweiser, auch wenn die Beiden viele Jahre getrennt sind, so bleibt sie doch immer mit ihm verbunden und seine große Hoffnung in schwersten Stunden.

Die Geschichte liest sich recht flüssig und durch eine gute Kapiteleinteilung bekommt das Werk eine sehr übersichtliche Einteilung. Die Charaktere sind bildlich und sehr liebevoll beschrieben, wobei natürlich das Hauptaugenmerk auf Eberhard und Gertrudis liegt. Der Autor hat sich mit der Historie gründlich auseinander gesetzt und so wahre Begebenheiten mit in die Erzählung integriert.
Da mir das Buch gut gefallen hat und die Schilderungen mich überzeugt haben, kann ich dem Werk 5 von 5 Sternen geben.  

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