Venustransit - Lucas Edel *****


Zum Inhalt:
Dezember 2117. Seit 115 Jahren ereignet sich erstmals wieder ein Venustransit, das bedeutet, dass die Venus an der Sonne vorbei zieht und es für jeden ersichtlich ist. Zu diesem Ereignis reist der 52jährige Agent Gus Hayden auf die Venusstation „Ariel“, um der Liveübertragung und Berichterstattung vom höchsten Berg der Venus beizuwohnen.
Schon bei der Ankunft wird Gus bewusst, dass dieser Aufenthalt zu einer Besonderheit werden könnte, denn seine Ex-Freundin, die Biochemikerin FangFang Lee, ist Teil des Teams auf der Ariel.
Bei einem Testlauf kommt es zu einer großen Katastrophe. Gus Freund Dimitri Andrejewitsch verunglückt tödlich. Sofort klingeln bei Gus sämtliche Alarmglocken, hatte nicht Dimitri noch kurz zuvor von verschwundenen Geldern gesprochen. War das ein Mordanschlag? Und wer hat ein Interesse an Dimitris Tod? Gus beginnt mit seinen Ermittlungen und stößt auf eine Wand des Schweigens. Dimitris Kollege Kommandant Cain, der Wissenschaftler Franklin, die reizende Biologin Kaufman, die schwangere Geliebte Natascha und auch FangFang Lee machen es Gus nicht leicht, Erklärungen für die Tat zu finden.

Gus ist ein selbstbewusster Mann, der stets über ein wenig Ironie verfügt. Mit seinen Gedankengängen macht er es dem Leser leicht, seinen Ausführungen zu folgen. Er ist clever, mutig und sehr einfallsreich. Seine ruhige Art, an die Dinge heranzugehen und den Tathergang zu ermitteln, bereitet Freude beim Lesen.
Auch die Biologin FangFang entpuppt sich zu einer großen Nebenrolle, die ebenfalls sehr sicher durch das Leben schreitet. Ihre kleinen Spitzen, mit denen sie Gus gerne ärgert, regen zum Schmunzeln an und lassen den Krimi in einem besonderen Licht erscheinen.

Meine Meinung:
Die Beschreibungen der Venus und der Reise durch das Weltall sind sehr real und bildlich wiedergegeben und bereiten zusätzliches Lesevergnügen. Durch kurze Kapitel, die sich nur auf das tatsächliche Geschehen konzentrieren, rast der Leser praktisch in Schallgeschwindigkeit durch die spannenden Zeilen. Überaus logisch aufgebaut, ergibt der Krimi einen sehr realistischen Sinn, der zwar noch in ferner Zukunft spielt, dennoch zum Überlegen anregt.

Der Autor Lucas Edel arbeitet bereits an einer Fortsetzung des Romans, der vermutlich im August erscheinen soll. Ein weiterer spannender Fall um den Agenten Gus Hayden, bei seiner nächsten Reise zum Mars.

Mein Fazit:
Spannender Krimi-Spaß mit einer Prise Science-fiction, bei dem Langeweile ein Fremdwort ist. Kurzlebig und absolut überzeugend.

Kommentare

Das könnte auch interessant sein...

[Rezension] Royal Wedding - April Dawson

[Rezension] So was passiert nur Idioten. Wie uns. - Sabine Schoder