Tod im Beginenhaus - Petra Schier *****


Zum Inhalt:
Adelina, die Tochter eines Kölner Apothekers, bangt um das Beginenhaus, das gleichzeitig als Narrenhaus und Hospital fungiert. Durch den Ausbruch einer mysteriösen Krankheit, scheint die Entscheidung durch den Stadtrat schon gefallen zu sein. Zum Glück zieht just zu dieser Zeit der neue Medicus Neklas Burka als Gast in das Dachzimmer der Apotheke.  Gemeinsam mit dem dem jungen Arzt hofft Adelina auf eine Aufklärung der Tathergänge und eine Wendung zum Guten.

Meine Meinung:
Auf fast 350 Seiten taucht der Leser in die historische Welt um 1395 ein und kann sich sehr real ein Bild von den Geschehnissen zu damaliger Zeit machen.
Dieser Auftakt zu einer ganzen Romanreihe von Petra Schier macht Freude auf die nächsten Bände. Durch einfach und sehr verständliche Worte, schildert sie das harte Leben der Frauen zu einer Zeit, in der es nicht einfach gewesen ist, eine eigene Meinung zu haben. Ständig mit dem Konflikt leben zu müssen, in den Augen der Mitmenschen nichts mehr wert zu sein und seine eigene Stellung zu verlieren. Der Balanceakt ist der Autorin jedoch wieder einmal hervorragend gelungen. Der Leser bekommt eine sehr lebendige Vorstellung der damaligen Umstände und kann sich ganz auf die Erzählung einlassen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Besonders die Hauptprotagonistin Adelina hat mich schon nach wenigen Seiten bezaubert. Durch ihre leicht eigensinnige und starrköpfige Art, machte sie es mir sehr leicht, den Worten zu folgen. Auch der Medicus konnte mich mit seiner sehr glaubhaften Darstellung überzeugen.

Wieder einmal bin ich sprachlos, wie wunderbar einfach eine gute Geschichte, mit einem stellenweise wahren Hintergrund sich lesen läßt und freue mich schon auf den nächsten Band der Serie. 

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