Als die schwarzen Feen kamen - Anika Beer ****


Zum Inhalt:
Seit ihrer Kindheit sieht Marie die Feen. Sie sind schwarz, mächtig und bringen Unheil. Doch außer ihrem Therapeuten Dr. Roth glaubt keiner, dass diese Feen real sind. Immer wieder erleidet Marie Anfälle, die sie ihrer Kraft berauben und ihr große Angst bereiten. Auch ihre Freundinnen Theresa und Jenny nehmen nur bedingt an ihrem Schicksal teil und leben lieber ihr Leben, das aus Jungs und Klamotten besteht. Als Marie unerwartet von dem Mitschüler Gabriel Unterstützung bekommt, kann sie das zunächst nicht glauben. Doch Gabriel hat selbst ein Geheimnis, das ihn umgibt und welches er nun mit Marie teilen wird.

Marie ist fünfzehn, etwas schüchtern und verängstigt. Sie leidet sehr unter ihrer besten Freundin Therasa, die nur ihre eigenen Probleme im Kopf hat. Auch durch ihre Mutter erhält sie nicht die Hilfe, die sie sich wünscht. Als die Attacken der Feen sich häufen und die Kreaturen einen Weg in die reale Welt finden, spitzt sich die Lage zu. Maries Mutter Karin wird krank, sie ist lethargisch und kaum ansprechbar. Was haben die Feen damit zu tun?

Gabriel ist schon in der zwölften Klasse, er ist überaus beliebt und der Schwarm der Mädchen aus Maries Klasse. Was seine Mitschüler nicht ahnen, Gabriel lebt alleine, denn seine Familie hat ihn verstoßen. Seit seiner Kindheit kann Gabriel bereits die Schatten von Menschen sehen, die Monster, die sich hinter ihren Rücken verbergen. Auch seinen eigenen Schatten kennt Gabriel gut, ihn hat er bezwungen und kann nun über ihn bestimmen und seine Energien nutzen. Als Gabriel bemerkt, dass Marie von den Feen verfolgt wird, ist er sofort bereit, ihr zu helfen, trotz seiner Sorgen, dass sie ihn ablehnt und ebenfalls vor den Kopf stößt, wie es seine Familie zu vor getan hat.

Immer wieder erfolgt ein Wechsel in der Erzählung zwischen der Realität und der erfunden Stadt Obsidianstadt, in der Lea, beschützt  von einem Maskierten, gegen die Feen kämpft. Ihre Welt verschwindet hinter einem dichten Nebel und die Stadt scheint zu sterben. Die Feen bieten ihnen Hilfe an, dazu müsste Lea den Feen nur als Tor dienen und sie in die andere Welt hereinlassen.   

Meine Meinung:
Auf 448 Seiten erzählt die Autorin Anika Beer in ihrem Debütroman einen Fantasy-Jugendroman, der sich nicht gleich erschließt, es dem Leser aber ermöglicht im Laufe des Buches hinter das Geheimnis von Schatten, Feen und Obsidianstadt zu blicken. Trotz der sehr jungen Protagonisten, ist die Geschichte kein reiner Jugendroman, sondern lässt den Leser jeden Alters in eine andere Welt eintauchen. Sehr harmonisch und leicht melancholisch erfolgt die sehr bildlich Schilderung von Maries Martyrium, das sich schon seit frühster Kindheit durchlebt. Auch die leichte Romanze, die sich zwischen Marie und Gabriel anbahnt, wirkt nicht kitschig, sondern genau richtig platziert. Durch eine logische und chronologisch gut aufgebaute Erzählung, wird das Erlebnis glaubhaft und sehr realistisch geschildert. Mit dem verspielten Buchcover ist dem Verlag ein richtiger Blickfang geglückt, der den Inhalt wunderbar grafisch darstellt.

Anika Beer wird in Zukunft unter dem offenen Pseudonym Franka Rubus  weitere Romane veröffentlichen. Die 1983 im Teutoburger Wald geborene  Schriftstellerin hat schon seit ihrer Kindheit den Hang zum Schreiben und hat sich nun ihren Traumberuf erfüllt.   
„Als die schwarzen Feen kamen“ ist bereits im März 2012 beim cbj-Verlag erschienen.


Kommentare

  1. Wunderbare Rezension :)
    Das Buch ist außerdem richtig schön anzusehen .smile. Finds immer auch schön, wenn das Cover dazugepostet wird, dann kann man sich darunter bisschen mehr vorstellen :D
    Finds schön, dass du jetzt auch unter den Bloggern bist :)
    Ganz liebe Grüße und einen wunderschönen Abend :)
    Nana (Asmodeus)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Das könnte auch interessant sein...

[Rezension] Unter der Sonne nur wir - Robin Lyall

[Rezension] hier stirbt keiner - Lola Renn