Rotes Gold - Tom Hillenbrand ****

Ein neuer Fall für den Sternekoch Xavier Kieffer.

Zum Inhalt:
Kieffer wird von seiner Freundin Valérie Gabin zu einem japanischen Essen eingeladen, an dem die Pariser Prominenz teilnehmen wird. Der Starkoch Mifune soll für den Bürgermeister Francois  Allégret ein erstklassiges Sushi zubereiten, doch vor den Augen der Gäste verstirbt Mifune plötzlich. Für Kieffer und Allégret steht fest,  Mifune muss ermordet worden sein.  Kieffer nimmt den Auftrag des Bürgermeisters an und ermittelt nun im Hintergrund nach den wahren Beweggründen für die Tat. 

Der Hauptprotagonist Xavier Kieffer, der früher in einem Pariser Restaurant als Sternekoch gearbeitet hat, nun jedoch ein kleines Restaurant in Luxemburg führt, trifft sich gelegentlich mit Valérie Gabin, seiner prominenten Freundin. Kieffer wird sehr realistisch beschrieben, seine Handlungen sind jederzeit nachvollziehbar und logisch aufgebaut.

Mit dem Roten Gold ist der Handel mit Thun gemeint, der vom Aussterben bedroht ist, dennoch weiter gejagt und illegal aufgezogen und für ein wahres Vermögen verkauft wird. Kieffer kommt schnell dahinter, dass Mifune mit den Falschen seine Geschäfte gemacht hat und muss nun um sein eigenes und das Leben seiner Freunde fürchten.

Meine Meinung:
Mir hat das Buch gut gefallen. Besonders durch die kleinen Hinweise auf kulinarischer Ebene machte mir das Buch gleich viel mehr Freude zu lesen und den Worten des Autors zu folgen. Auch Kieffer gefällt mir als Charakter. Ich kenne den ersten Teil von Tom Hillenbrands Werk um Xavier Kieffer nicht, hatte aber zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir etwas fehlen würde.

Da mich das Buch gut unterhalten hat und es sich für einen ruhigen Krimi-Abend bestens eignet, werde ich dem Werk 4 von 5 Sternen geben. Als einziges Manko empfand ich, dass ein Charakter den ganzen Tag zur Zigarette greift. Auch wenn das dem französischen Flair entspricht, so hat mich das an der Erzählung ein wenig gestört. Hingegen wurden die wahren Aspekte der Geschichte vom Autor sehr gut recherchiert und ich konnte mir schnell ein Bild vom Fang des Thunfisches und seinen Konsequenzen machen.

Ein leichter und kulinarischer Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite durch eine bunte Mischung aus französischer und japanischer Kultur überzeugt. Das Taschenbuch bietet auf 344 Seiten einen unterhaltsamen und sehr lebendigen Roman, der viel Freude beim Lesen bereitet. 

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