Sanctus von Simon Toyne *****

Zum Inhalt:
Sanctus, der Debütroman des Schriftstellers Simon Toyne, erzählt auf über 550 Seiten eine mysteriöse und gleichzeitig sehr religiöse Mischung eines Thrillers, der dem Vergleich von Dan Brown zu jeder Zeit standhalten kann.
Zu Beginn lernen wir Samuel kennen, einen Mann, der sich den Sancti angeschlossen hat, einem geheimen Bund, der in einem Berg um Trapah lebt und dort das Sakrament schützt und es vor aller Welt verschlossen hält. Nach dem Einführungsritual merkt Samuel, dass das Leben, das nun vor ihm liegt, nicht seiner Vorstellung entspricht. Er erklettert einen Berg und lässt sich vor laufenden Kameras in den Tod fallen. Durch Inspektor Arkadian, der die Ermittlungen aufnimmt und so hofft, endlich mehr über die Zitadelle in Trapah erfahren zu können, lernen wir Samuels Schwester Liv kennen, die gleich nach ihrer Ankunft in der Türkei entführt werden soll. Und schon ist man mitten in der Geschichte, denn nach der vereitelten Entführung nehmen sich die Malas, eine Abspaltung der Sancti, der Rettung von Liv und dem Sakrament an.
Schon nach wenigen Seiten ist man in der Welt um die Sancti und Mala gefangen und man kann gar nicht mehr aufhören, das Buch zu lesen. Es ist sehr spannend erzählt und man rast praktisch durch die kurzen Kapitel, die schnelle Szenen- und Personenwechsel ermöglichen. Die Hauptprotagonisten sind alle sehr lebhaft beschrieben und die Geschichte regt zu vielen Spekulationen an. Durch die religiösen Einspielungen und zugleich die Wunder, von denen immer wieder berichtet wird, erhält das Werk eine sehr rätselhafte Note, die das ganze Buch wunderbar abrundet.
Meine Meinung:
Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, wenn ich auch vom Ende ein wenig enttäuscht bin, da mir die Auflösung ein wenig zu verworren erschien. Da ich das Buch nicht in einem Rutsch lesen konnte und ich immer wieder ein paar Tage Pause machen musste, kann ich dennoch behaupten, dass mir das Buch immer in guter Erinnerung geblieben ist und ich problemlos den Faden sofort wieder aufnehmen konnte.
Schon das Cover hat mich neugierig gemacht und es hat sich vollkommen gelohnt. Ein Thriller, der nicht nur Spannung, sondern auch viel Mystik verspricht, wunderbar aufeinander aufbaut und mich gut unterhalten hat.
Absolut empfehlenswert.

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