Lass uns Feinde bleiben von Sebastian Schnoy ****

Zum Inhalt:
Tim ist nett. Für seine Sarah verzichtet er aufs Rauchen, stellt seine E-Gitarre in den Keller und geht zum Yoga. Doch was hat er davon? Sarah verlässt ihn trotzdem.
Und damit beginnt ein neuer Lebensabschnitt in Tims Leben.
Tim ist ein unglaublich sympathischer, junger Mann, ein Typ, den sich jede Frau nur wünschen kann. Er liest Sarah alle Wünsche von den Lippen ab und würde für sie vermutlich durch die Hölle gehen. Er liebt sie wirklich. Und nachdem Sarah ihn zum Teufel geschickt hat, sucht Tim nach einer Möglichkeit, mit seinem Leben zu recht zu kommen. Immer wieder findet er neue Vorbilder in anderen Männern, die behaupten zu wissen, wie der Hase läuft.

Meine Meinung:
Das Buch ist unglaublich sensibel und dabei humorvoll erzählt. Mit Tim hat der Autor Sebastian Schnoy einen wirklich sehr realistischen Charakter erschaffen, der sofort das Herz des Lesers berührt. Durch viele kleine Begebenheiten werden nahezu sämtliche männlichen Klischees angesprochen ohne dabei verletzend zu wirken. Im Gegenteil, das Buch spricht eher an, über sein eigenes Verhalten nachzudenken.
„Sie können nur wissen, wer du bist, wenn du weißt, wer du bist.“ Das ist der Kern der Aussage des gesamten Werkes. Denn durch die ganzen Höhen und Tiefen, durch die Tim geht, steht einzig die Frage im Raum, wer er eigentlich ist und ob er bereit ist, es zu erkennen. Nur so, kann er auch in einer Partnerschaft glücklich werden.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist leicht und flüssig beschrieben, man kann schnell in die Szenen eintauchen und auch mit Tim baut man schnell große Sympathie auf. An manchen Stellen kann man laut mit lachen, wenn Tim eine seiner Passagen aus dem Leben erzählt. An anderen hält es auch sehr zum nachdenken inne. Schließlich sollte doch jeder sich Gedanken machen, wer er ist und ob man nicht nur eine Rolle im Leben spielt.

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